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Zu einem Sieg hat es bei seinem Debüt noch nicht geklappt. Immerhin beenden die Hoffenheimer unter Kurz ihre Negativserie von sechs aufeinanderfolgenden Niederlagen.

Sinsheim. Marco Kurz hat bei seinem Debüt als Trainer von Bundesligist 1899 Hoffenheim einen Teilerfolg verbucht. Mit dem torlosen Remis gegen Borussia Mönchengladbach beendeten die Kraichgauer ihre Negativserie von sechs Pleiten in Folge. Im Kampf gegen den Abstieg hilft der Punkt dennoch kaum weiter.

Unentschieden als Einstand

Nachdem Marco Kurz die letzte halbe Stunde zusammengekauert in der Hocke an der Seitenlinie verbracht hatte, war das Abklatschen mit dem gesamten Team nach Abpfiff fast ein Gefühlsausbruch. Mehr Emotionen hatte der neue Trainer von Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim im Anschluss an sein Debüt nicht zu bieten. Staubtrocken analysierte der Coach das langweilige 0:0 zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach, das den abstiegsbedrohten Kraichgauern kaum weiterhilft.

Negativserie gestoppt

„Wir hätten gerne die drei Punkte gehabt, aber in unserer Situation wäre das ein wenig vermessen. Wir sind weiter in der Entwicklungsphase. Die Spieler müssen erst Vertrauen in das finden, was der Trainer vorgibt“, sagte Kurz, unter dessen Regie immerhin die Negativserie von zuletzt sechs Pleiten in Folge gestoppt wurde: „Für den Ist-Zustand war das ein richtig guter Auftakt. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie alles reinwerfen will, um die Klasse zu halten.“

Hoffenheim hat die schlechteste Defensive

Dass der neue Coach den Punkt und das erste Spiel ohne Gegentor seit dem 29. September 2012 (0:0 gegen den FC Augsburg) als Erfolg wertete, kommt nicht von ungefähr. Schließlich haben die Schützlinge von Kurz, der am 18. Dezember als Nachfolger von Markus Babbel und Interimscoach Frank Kramer vorgestellt worden war, die schlechteste Hinrunde der Vereinsgeschichte (12 Punkte) hinter sich gebracht. Zudem stellt Hoffenheim die schlechteste Defensive (41 Gegentore) der Liga. Den bislang letzten Sieg feierte der Klub von Mäzen Dietmar Hopp am 3. November 2012 (3:2 gegen Schalke 04).

Hoffenheims Weg wird steinig

Kurz machte keinen Hehl daraus, dass der Weg zum nächsten Erfolgserlebnis steinig sein wird. „Der Punkt gibt Selbstvertrauen, aber wir müssen in allen Bereichen noch eine Schippe drauflegen“, äußerte der frühere Trainer des 1. FC Kaiserslautern: „Was gut war, war die Einstellung, das Abwehrverhalten, der Siegeswille und die Mentalität. An der Ruhe am Ball und dem Ballvortrag müssen wir noch arbeiten.“

Spieler mit Unentschieden zufrieden

Wie Kurz, der sich um Spielmacher Sejad Salihovic (Knie verdreht) sorgen muss, wertete auch Kapitän Andreas Beck das Remis vor 26.750 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena als Erfolg. „Man muss das auch gegenrechnen. Eine weitere Niederlage wäre fast schon tödlich gewesen. So können wir einige positive Dinge mitnehmen, auch wenn uns der Punkt in unserer Situation nicht allzuviel hilft“, sagte der Außenverteidiger, der von Kurz zum Spielführer gemacht worden war.

Müller denkt über Neuverpflichtungen nach

Den früheren Nationaltorwart Tim Wiese hatte Kurz degradiert, dennoch stand der Keeper in der Startformation. Unter Babbel hatte der Sommer-Neuzugang von Werder Bremen seinen Stammplatz an den Belgier Koen Casteels verloren. Gegen die seit nunmehr acht Pflichtspielen ungeschlagenen Gladbacher konnte sich Wiese allerdings nicht auszeichnen, die harmlosen Gäste prüften den Torhüter nicht einmal ernsthaft.

Ernsthaft nachdenken will Hoffenheims Manager Andreas Müller dagegen über Verstärkungen. Wenn es nach dem Willen Müllers geht, muss Hopp einige Millionen auf den Tisch legen. Auf dem Wunschzettel des Managers stehen Verstärkungen für alle Mannschaftsteile. „Wir müssen dem Trainer die Möglichkeit geben, zu variieren“, sagte Müller: „Wir haben im Kopf, was wir wollen. Ob es klappt, werden die nächsten Tage zeigen.“

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