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Bayern hat den Auftakt in die Rückrunde durch ein 2:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth glanzlos gemeistert. Dem Thema Pep Guardiola begegnen die Stars des Rekordmeisters genervt.

München. Das Thema Pep Guardiola war erneut allgegenwärtig - doch drei Tage nach der spektakulären Verpflichtung des spanischen Erfolgstrainers verspürten die Stars von Bayern München keine große Lust mehr, darüber zu reden. „Der Name Pep Guardiola ist hier bis zum 1. Juli um 0.01 Uhr nicht von Bedeutung. Wir müssen jetzt endlich mal den Deckel darauf machen. Wir haben mit Jupp Heynckes bisher eine super Saison gespielt und werden mit ihm auch noch eine Saison spielen“, stellte Nationalspieler Thomas Müller klar.

Nach dem souveränen, aber glanzlosen 2:0 (1:0) gegen das Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth war nicht nur Müller bemüht, die Konzentration auf den Liga-Alltag zu lenken. „Seit Guardiola hier rumspukt, drehen alle durch. Wir müssen jetzt mal die Kirche im Dorf lassen und uns auf Fußball konzentrieren“, betonte Präsident Uli Hoeneß.

Er wolle jetzt nicht „jede Woche dastehen und etwas dazu sagen“, moserte Kapitän Philipp Lahm, er wirkte dabei einigermaßen genervt. „Das muss es jetzt auch mal sein. Wir haben noch vier harte Monate vor uns und mit Jupp Heynckes noch große Ziele“, meinte entsprechend auch Arjen Robben - und Franck Ribéry ergänzte: „Natürlich sind wir glücklich, dass Guardiola kommt, aber wir müssen jetzt alle zusammenhalten, dass wir Jupp ein großes Geschenk machen.“

Auf dem Weg zu diesem großen Geschenk scheint der FC Bayern nicht aufzuhalten zu sein. Zum Auftakt der Rückrunde gab sich der deutsche Fußball-Rekordmeister keine Blöße, auch wenn die Leistung des souveränen Herbstmeisters keinen Anlass zu größerer Euphorie bot und ganz wenig mit Zauberfußball á la Guardiola zu tun hatte.

„Wir sind zufrieden, dass wir gewonnen und zu Null gespielt haben. Aber wir wissen, dass wir nicht so gut gespielt haben. Unser Spiel war zäh und nicht so flüssig“, analysierte Heynckes nach dem erfolgreichen Beginn des möglicherweise letzten Kapitels seiner Karriere.
 


Der 67-Jährige sah dies aber „vielleicht auch postiv. So wissen wir, an welchen Dingen wir noch arbeiten müssen. Wir haben gesehen, dass die Liga für uns kein Spaziergang wird.“ Das sei „keine Galavorstellung“ gewesen, sagte auch Müller, „aber ein ordentlicher Sieg“.

Diesen sicherte vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena Mario Mandzukic mit seinen Treffern in der 26. und 61. Minute. Im Zweikampf mit Mario Gomez um den einen Platz im Bayern-Sturm setzte der Kroate („Es ist wichtig, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind“) mit seinen Saisontoren zehn und elf ein deutliches Zeichen. Nicht ganz so deutlich indes war das Zeichen der Münchner an die Konkurrenz aus Leverkusen und Dortmund. Dennoch konstatierte Müller, „dass wir gezeigt haben, dass wir da sind und nichts anbrennen lassen“.

Dass der derzeitige Hype um Guardiola die Bayern in irgendeiner Form beeinflussen könnte, glaubt niemand. „Der Wechsel findet im Sommer statt. Das ist für die Spieler und auch für mich kein Thema“, sagte Heynckes: „Alle verhalten sich so wie immer.“

Alles so wie immer auch beim Blick auf die Tabelle! Während die Bayern an der Spitze einsam ihre Kreise ziehen, bleibt die Situation bei Schlusslicht Fürth äußerst kritisch. Erst ein Bundesliga-Erfolg, seitdem in 16 Spielen sieglos - dennoch sehen sich die in München stark ersatzgeschwächten Fürther auf „einem guten Weg“, wie Verteidiger Lasse Sobiech sagte.

Auch Trainer Mike Büskens hat die Hoffnung auf ein Wunder noch nicht aufgegeben: „Wir haben als Team vernünftig funktioniert. Das können wir mitnehmen. Wir wissen, dass es schwer wird. Aber wir haben uns entwickelt - und diesen Weg werden wir weitergehen.“

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