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Vom Ergebnis her hatten sich die „Königsblauen“ den Start in die Rückrunde genau so vorgestellt. Vom Verlauf her hätte es aus ihrer Sicht aber auch ein ruhigeres Spiel getan.

Gelsenkirchen. 44 Minuten lang passierte in der Arena Auf Schalke ziemlich wenig. Ein typisches 0:0-Spiel zeichnete sich vor den 60.000 Zuschauern der Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Hannover 96 ab. Doch dann fiel das erste Tor – und danach brachen in den Abwehrreihen der beiden Mannschaften alle Dämme und die Fehler häuften sich, sodass nach der torreichsten Halbzeit der letzten 30 Jahre in der Bundesligaein 5:4 (1:0) für die Hausherren stand.

Nichts für schwache Nerven

„Die Verantwortlichen von uns, die einen Herzschrittmacher haben, tun mir leid“, sagte Schalkes Lewis Holtby schmunzelnd nach dem Schlusspfiff in der Mixed Zone. Nach dem 2:0 kurz nach dem Seitenwechsel sah sein Team schon wie der sichere Sieger aus, doch die Gäste glichen schnell wieder zum 2:2 aus. Und auch durch den nächsten Schalker Zwischenspurt zum 4:2 ließ sich 96 nicht entscheidend abschütteln. Selbst nach dem 5:3 in der 88. Minute durch Lewis Holtby war der Sieg noch nicht perfekt, wie Mame Diouf mit seinem spektakulären Fallrückzieher in der Nachspielzeit unter Beweis stellte.

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Luft verschafft

„Wenn man fünf Tore macht und trotzdem zittern muss, ist das Wahnsinn“, stellte S04-Mittelfeldspieler Julian Draxler richtigerweise fest. Was am Ende für die Schalker zählt, sind jedoch die drei Punkte beim königsblauen Debüt des neuen Trainers Jens Keller. Nach dem Pokal-Aus vor der Winterpause und der 0:5-Klatsche gegen die Bayern im Testspiel in Katar stand der Coach schon medial unter Druck – und die Mannschaft verschaffte ihm nicht nur einen gelungenen Liga-Start, sondern auch wieder etwas Luft. „Nach so viel Prügel in der Presse ist es wichtig, heute die Punkte hier zu behalten“, meinte Holtby hinterher.

Drei Scorer-Punkte für Holtby

„Es war wichtig, ein Erfolgserlebnis zu haben. Wir brauchten diesen Dreckssieg“, sagte Holtby außerdem. Die Schalker beendeten damit ihre Negativserie in der Bundesliga, die sie aus der Spitzengruppe bis auf den siebten Tabellenplatz abwärts geführt hatte. Für Holtby lief der Abend mit einem Tor und zwei Vorlagen besonders gut – und auf die Spekulationen, ob er noch vor dem Monatsende zu Tottenham geht, hatte er keine konkrete Antwort parat. Eins aber stand für ihn fest: „Dass es für mich gut geklappt hat, ist ein Bonus.“

„Tückische Spiele“

Dem ersten Sieg nach sieben Partien ohne Dreier könnte schon bald der nächste folgen, denn der Spielplan meint es nicht unbedingt schlecht mit S04: Nun geht es nach Augsburg, bevor dann Fürth zu Besuch kommt. „Das sind ganz tückische Spiele, aber wir gehen als Favorit in die Spiele“, stellte Julian Draxler nach dem Schlusspfiff fest. Ob es dann wieder ein Zittern nach solch einem Tor-Festival gibt, ist fraglich. „Die Fans haben heute ein Spektakel geboten bekommen“, freute sich Draxler über beste Unterhaltung für die Zuschauer – und den gewünschten Start in die zweite Saisonhälfte für seine Schalker.

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