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Nach einem furiosen Start in die zweite Halbserie fehlten dem einen Trainer die Nerven, dem anderen ein Punkt. Strahlemann Holtby war stolz, dass der Dreier geglückt ist.

Gelsenkirchen. Einen unfassbaren Rückrundenstart haben die Fußballfans am Freitagabend erlebt. 5:4 gewann der FC Schalke 04 gegen Hannover 96. Beide Trainer mussten sich mit brachialen Abwehrfehlern auseinander setzen, Sergio da Silva Pinto konnte sich über das Offensivspektakel nicht freuen, Lewis Holtbywar glücklich und noch immer etwas sprachlos, als er nach dem Schlusspfiff zu den vergangenen 90 Minuten und seiner zukünftigen Karriere befragt wurde.

Schalke-Trainer Jens Keller war nach dem Spiel wenig amüsiert über die spendable Art seiner Mannschaft: „Für die Zuschauer war es heute ein Spektakel, es hat richtig Spaß gemacht. Für mich als Trainer war es aber nicht so angenehm. Nach dem 2:0 habe ich gedacht, das Ding ist durch. Die Nerven waren nicht ganz einfach zu halten“, zitiert ihn SID.

Ein Punkt fehlt

Mirko Slomka fehlte in der Rechnung des Abends ein Punkt, den sein Klub mit nach Hannover nehmen kann: „Ich freue mich über vier Tore in der Offensive. Aber wenn wir vier Tore auf Schalke schießen, müssen wir eigentlich einen Punkt mitnehmen, besser drei. Wir haben vorher davon gesprochen, dass wir uns in der Defensive verbessern wollten, und dann kassieren wir fünf Stück. Defensiv ist das für einen Bundesliga-Trainer ein Desaster.“

„Bei uns gibt es gar keinen Grund zur Freude. Wir haben 5:4 verloren“, stellte Pinto nach der Partie am Sky-Mikro klar. „Man muss uns vorwerfen, dass man mit einem 0:0 in die Halbzeit gehen muss. Direkt nach der Pause kriegen wir dummerweise das 2:0.“ So kam der Mittelfeldspieler zu dem Ergebnis: „Es ist schade. Wir müssen unsere individuellen Fehler abstellen.“

Puh, durchatmen!“

„Heute war es wichtig, einfach drei Punkte zu holen“, sagte der wechselbedrohte Lewis Holtby nach Schlusspfiff. „Sowas steht manchmal in den Geschichtsbüchern drin“, freute er sich weiter und konnte noch nicht richtig fassen, was gerade passiert war. „Puh, durchatmen jetzt!“ Zu seiner Zukunft wollte er nichts weiter sagen. Er gebe alles für seinen Verein, solange er unter Vertrag stehe. Alles andere liege nicht in seinen Händen.

 

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