thumbnail Hallo,

In der Hinrunde bestritt Kiyotake 16 Spiele und wurde zum unumstrittenen Stammspieler. Mit seiner persönlichen Ausbeute von drei Treffern und fünf Vorlagen ist er nicht zufrieden.

Nürnberg. Im Sommer wechselte Hiroshi Kiyotake von Cerezo Osaka zum 1. FC Nürnberg. Der Japaner ist Topscorer der Franken und eine der positiven Überraschungen der Hinrunde. Im Interview mit bundesliga.de zieht er eine Bilanz der Hinrunde und spricht über die Spielweise seiner Mannschaft.

„Muss meine Stärken für das Team einbringen“

In der Hinrunde bestritt Kiyotake 16 Spiele und wurde zum unumstrittenen Stammspieler. Doch mit seiner persönlichen Ausbeute von drei Treffern und fünf Vorlagen ist er nicht ganz zufrieden: „Ich hatte mir eigentlich vor der Saison zehn Tore und zehn Assists vorgenommen, umgerechnet habe ich das nicht ganz geschafft.“

Das Markenzeichen des Japaners sind seine gefährlichen Standards, doch Kiyotake selbst würde „gerne mehr aus dem Spiel heraus machen.“ Problematisch dabei ist die sehr defensive Spielweise des Clubs. Aber der Spielmacher versucht sich mit der Situation zu arrangieren: „So ist es nun mal, ich muss meine Stärken für das Team einbringen. Ich mache gerne vorne meine Arbeit, gerne auch im gegnerischen Strafraum. Hier muss ich mich manchmal weit zurückfallen lassen um die Bälle abzuholen, das liegt mir nicht so, ich weiß aber, dass es anders nicht geht, wenn die Mannschaft erfolgreich sein will“ Ändern könnte sich das jedoch unter dem neuen Trainer Michael Wiesinger, denn dieser kündigte an, offensiver spielen zu lassen und schneller umschalten zu wollen.

„Dortmund hat mir spielerisch imponiert“

Kiyotake selbst bewundert den Spielstil von Borussia Dortmund, denn die Dortmunder „haben mit ihrer schnellen Ballzirkulation schon manche Abwehr alt aussehen lassen“. „Bayern hat natürlich auch eine tolle Mannschaft beisammen, aber spielerisch hat mir Dortmund schon am meisten imponiert“, so der Japaner. Der Spielmacher möchte sich die Spielweise des Meisters als Vorbild nehmen: „Natürlich sollten wir uns als 1. FC Nürnberg nicht mit Dortmund vergleichen, was die individuelle Qualität angeht. Aber ich glaube, wenn wir uns von der Spielweise ein bisschen annähern würden, wäre das positiv.

„Baseball die klare Nummer eins in Japan“

Zum Rückrundenauftakt geht es für die Nürnberger gegen den Hamburger SV, beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Vereine gab Kiyotake sein Bundesligadebut für die Franken. Im Interview erinnert sich der Spielmacher an ein „großes, vollbesetztes reines Fußballstadion, mit vielen, vielen Gästefans, die den weiten Weg nach Hamburg auf sich genommen hatten. In Deutschland ist das gang und gebe, doch in Japan habe Baseball noch einen höheren Stellenwert bei den Menschen als Fußball, so Kiyotake. Aber: „Fußball holt enorm auf“.

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig