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Der SpVgg-Präsident gibt zu, dass keiner der elf Neuzugänge den Aufsteiger verstärkt hat. Zukünftig möchten sich die Franken wieder mehr auf eigene Nachwuchsspieler konzentrieren.

Fürth. Präsident Helmut Hack von Fußball-Bundesligist SpVgg Greuther Fürth hat Fehler in der Transferpolitik eingeräumt und will künftig wieder verstärkt auf die eigene Jugend setzen.

Die elf Neuzugänge sind keine Verstärkungen

„Mit unserem Geldbeutel können wir nicht mit Gewalt Qualität kaufen, wir müssen uns wieder mehr darauf konzentrieren, die Spieler noch stärker zu machen, die wir selbst ausgebildet haben", sagte der 63-Jährige vor dem Rückrunden-Auftakt am Samstag bei Bayern München den Nürnberger Nachrichten.

Die Franken hatten nach dem Aufstieg in die Bundesliga im Sommer elf neue Spieler an den Ronhof geholt - doch kein einziger erfüllte die Erwartungen. „Unsere Leistungsträger sind nicht besser geworden. Und die, die wir geholt haben, sind keine Verstärkungen“, sagte Hack.

Für die Fehler trage auch er selbst die Verantwortung, betonte er. Nach dem Abschied von Manager Rachid Azzouzi zum FC St. Pauli im Sommer hatte Hack die Transferaktivitäten federführend geleitet. Erst Anfang Januar präsentierte der Tabellenletzte in Rouven Schröder einen neuen sportlichen Leiter.

Fall und Mikkelsen die größten Flops

Hack räumte vor allem bei der Verpflichtung von Angreifer Djiby Fall Fehler ein. „Als ich ihn in Belgien gesehen habe, war er richtig gut, aber die Rechnung ist nicht aufgegangen. Wir mussten handeln und konnten ihn nicht gründlich genug beobachten", sagte er. Fall kam in der Hinrunde zweimal zum Einsatz und blieb dabei ohne Tor. Der 27 Jahre alte Senegalese, von der lokalen Presse gerne als „Slapstick-Stürmer“ verspottet, soll eine Million Euro gekostet haben.

Ein weiteres Transfer-Missverständnis ist indes ausgeräumt: Der norwegische Spitzenklub Rosenborg Trondheim wird der SpVgg wohl den dänischen Nationalspieler Tobias Mikkelsen abnehmen. „Wir haben keinen wirtschaftlichen Verlust“, sagte Hack dazu. Mikkelsen hatte rund 500.000 Euro gekostet. Reinvestieren will Hack diese Summe zunächst nicht: „Wir schmeißen das Geld nicht einfach wieder zum Fenster raus.“

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