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Nach der erfolgreichen Genesung äußerte sich der deutsche Offensivmann zu seinem Verletzungspech, welches außerdem seine Karriere in der Nationalmannschaft ausgebremst hat.

Wolfsburg. Nach fünfmonatiger Verletzungspause kämpft sich Patrick Helmes im Trainingslager des VfL Wolfsburg langsam zurück. Im Interview mit dem Kölner Express spricht er unter anderem über sein lädiertes Knie, den neuen Trainer und seine Zukunft in der Nationalmannschaft.               

„Qualitativ könnte unsere Mannschaft unter den Top 5 sein“

In jedem Fall will es Helmes nach seiner Verletzung langsam angehen lassen: „Ich habe über fünf Monate nicht gespielt. Dafür ist das Knie in einem perfekten Zustand. Ich werde langsam herangeführt und brauche noch drei, vier Wochen. Das erste Spiel war eh nicht mein Ziel.“

Mit der Verpflichtung des neuen Trainers Dieter Hecking ist Helmes durchaus zufrieden: „Der Trainer redet mit jedem, legt auch sehr viel Wert auf Taktik. Es sieht vieles schon wesentlich besser aus. Obwohl er nur eine Woche da ist. Ich hoffe nur, dass der Start glückt. Die Pause war eine Möglichkeit, auf Reset zu drücken. Qualitativ könnte unsere Mannschaft unter den Top 5 sein.“

„Nationalelf ist die größte Ehre“

Ein potentieller Einsatz in der Nationalmannschaft stellt für Helmes nur noch einen Bonus dar: „Ich werde durch Verletzungen immer wieder gebremst. Hätte ich mir das Kreuzband nicht gerissen, wäre ich beim Test gegen Argentinien dabei gewesen. Aber man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen. Ich bin jetzt vom Kopf weiter, solche Verletzungen wegzustecken. Klar ist die Nationalelf die größte Ehre. Aber sie ist nicht mehr mein primäres Ziel. Ich konzentriere mich auf den Verein. Und was dann noch passiert, ist für mich ein Bonus.“

Mit seinem einstigen Klub, 1.FC Köln, identifiziert sich Helmes nicht mehr so stark wie noch in früheren Zeiten: „Dass ich aus Köln komme und der FC mein Verein ist, daraus mache ich keinen Hehl. Aber ich habe schon Abstand zum Klub gewonnen. Wann ich das letzte Mal im Stadion war, ist schon eine Zeit her.“

„Mannschaft ist zu jung“

Laut Helmes werden es die Kölner schwer haben, den Aufstieg zu realisieren. Er sagte zum Kölner Express: „Mit Stani hat man jetzt einen guten Trainer, der Klub hat einen kompletten Umbruch vollzogen. Der war notwendig! Aber die Mannschaft ist für mich zu jung, um noch aufzusteigen. McKenna ist einer der wenigen Typen mit Führungsqualitäten. Es wird nicht leicht, aus der 2. Liga rauszukommen.“  

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