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Der als Favorit gehandelte Ralf Bednarek wurde entgegen der Erwartungen nicht in den HSV-Aufsichtsrat gewählt. Somit übernehmen die Fans nicht die Kontrolle des Gremiums.

Hamburg. Die Wahl zu einem neuen Aufsichtsrat bei der Jahreshauptversammlung des Hamburger SV ist mit einer großen Überraschung zu Ende gegangen. Der haushohe Favorit und Chef der mächtigen Fan-Organistaion Ralf Bednarek schaffte den Sprung in das oberste Kontrollgremium des Bundesligisten nicht.

Damit werden die Fans in dem Gremium auch nicht wie erwartet die Kontrolle übernehmen. Die 1002 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder wählten stattdessen Jens Meier, Chef des Hamburger Hafens, Unternehmer Ali Eghbal, Rechtsanwältin Katrin Sattelmair und Klinikdirektor Christian Strauß für die kommenden vier Jahre in den elfköpfigen Aufsichtsrat, dem kein ausgewiesener Fußball-Fachmann angehören wird. Ein neuer Vorsitzender soll in der ersten Sitzung am 21. Januar gewählt werden.

Bednarek war Favorit

Weil sich in Jörg Debatin, Ian Karan, Otto Rieckhoff sowie dem scheidenden Oberkontrolleur Alexander Otto die 2009 als „Wirtschaftsweisen“ angetretenen Räte aus dem Gremium zurückziehen, hatten Beobachter damit gerechnet, dass der 38 Jahre alte Anwalt Bednarek und weitere den Fans zugeordnete Räte eine Stimmenmehrheit erlangen würden und möglicherweise Entscheidungen blockieren könnten.

Angespannte Situation

In einer finanziell schwierigen Zeit für den HSV steht das Gremium vor entscheidenden Maßnahmen, um die angespannte Situation zu verbessern - unter anderem über die weitere Zusammenarbeit mit Vermarkter Sportfive und die Rückzahlungen der Darlehen aus der Fan-Anleihe sowie den Kredit von Gönner Klaus-Michael Kühne, der den kostspieligen Transfer von Superstar Rafael van der Vaart mitfinanziert hatte.

Rote Zahlen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte der HSV ein Minus in Höhe von 6,6 Millionen Euro, insgesamt wurden 25,5 Millionen Euro neue Schulden aufgenommen. Auch im laufenden Geschäftsjahr wird der Klub wieder einen hohen Fehlbetrag in den Bilanzen aufweisen und damit im dritten Jahr in Folge rote Zahlen schreiben. „Wir können die Windrichtung nicht verändern, aber die Segel richtig setzen“, sagte Meier, der die meisten Stimmen erhielt.

Demirbay kommt aus Dortmund

Unterdessen verkündete Frank Arnesen, dass man sich die Dienste von Mittelfeldspieler Kerem Demirbay gesichert habe, der einen Vertrag bis 2017 unterschrieb und von der zweiten Mannschaft Borussia Dortmunds kommt. „Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass wir den Jugendspieler Kerem Demirbay verpflichten können, der unseren Weg, auf junge Talente zu setzen, unterstreicht“, so Arnesen.

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