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Rückkehrer Nuri Sahin: „Funktioniere zu 100 Prozent bei Borussia Dortmund“

Der verlorene Sohn wechselt zum dritten Mal zum BVB. Nachdem er sein Glück in der Ferne suchte und scheiterte, kehrt er wieder „nach Hause“ zurück. Doch die Konkurrenz ist groß.

Dortmund. Nach anderthalbjähriger Abwesenheit kehrt Nuri Sahin zu Borussia Dortmund zurück. Der türkische Nationalspieler versuchte sein Glück bei Real Madrid und dem FC Liverpool, jedoch ohne Erfolg. Nun will er an alter Wirkungsstätte zu alter Stärken gelangen. Besonders als „sicherer Elfmeterschütze“ will er seinem Herzensverein helfen. Auf der Pressekonferenz des BVB sprach er über seine Rückkehr in die Bundesliga

Herr Sahin, Ihr Abschied aus Dortmund nach der Meisterschaft 2011 war hochemotional. Mit welchen Gefühlen kehren Sie heute zum BVB zurück?

Nuri Sahin: „Ich bin überglücklich, wieder zu Hause zu sein. Ich habe nur drei, vier Stunden geschlafen. Ich wollte unbedingt so schnell wie möglich nach Hause. Borussia Dortmund ist mein Verein, mein zu Hause. Ich kenne jedes Gesicht. Ich war heute im Krankenhaus zum Medizin-Check. Da haben sich die ganzen Schwestern so sehr gefreut, dass ich mir gedacht habe: Ich habe zu 100 Prozent die richtige Entscheidung getroffen. Ich kann nicht sagen, wie glücklich ich bin, wieder zu Hause zu sein.“

Sie haben wahrscheinlich schon mit Trainer Jürgen Klopp telefoniert. Was haben Sie ihm gesagt?

Sahin: „Ich habe ihm gesagt, dass er wieder einen sicheren Elfmeterschützen hat. Ich hatte die letzten eineinhalb Jahre immer Kontakt zu Herrn Watzke (BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, d. Red.), zu Michael Zorc (BVB-Sportdirektor, d. Red.) und auch zum Trainer. Ich habe das Gefühl, dass ich hier willkommen bin und sich der ganze Verein über meine Rückkehr freut. Dementsprechend waren auch die Gespräche mit dem Trainer.“ Sahin verschoss beim BVB einst vier Elfmeter in Folge.

Wie schwierig wird es für Sie, in die Mannschaft zu kommen? Wie schätzen Sie die Konkurrenz-Situation ein?

Sahin: „Die Konkurrenz ist da. Mir ist schon klar, dass sich die Jungs in den eineinhalb Jahren, in denen ich weg war, entwickelt und eine sehr erfolgreiche Zeit gehabt haben. Ich denke, dass ich die Mannschaft mit meiner Qualität noch einmal nach vorne bringen kann. Im Vordergrund steht der Erfolg von Borussia Dortmund. Ich bin nicht hier, um jemand den Platz wegzunehmen.“

Wie sieht Ihr Zeitplan aus, um wieder richtig in Dortmund anzukommen?

Sahin: „Wer mich kennt, weiß, dass ich ambitioniert bin. Ich werde ab sofort Gas geben, ich stehe dem Trainer zur Verfügung. Natürlich habe ich in den letzten eineinhalb Jahren nicht regelmäßig gespielt, aber gegen den Ball kicken kann ich schon noch. Ich bin bereit.“

Was war der Grund, jetzt zurückzukehren? Haben Sie gemerkt, dass es in Liverpool nicht richtig klappt?

Sahin: „Als ich aus Dortmund weggegangen bin, habe ich damals gesagt, dass es mein Kindheitstraum war, für einen dieser drei Vereine zu spielen. Als ich mein Ziel dann erreicht habe, habe ich sehr schnell und sehr früh gemerkt, dass ich eigentlich nur bei Borussia Dortmund sein will. Deswegen hatte ich in den letzten eineinhalb Jahren auch immer Kontakt zur Borussia. Das war der beste Zeitpunkt. Ich denke, alle sind glücklich, dass ich wieder zu Hause bin. Ich habe gemerkt, sowohl als Fußballer als auch als Mensch, dass ich zu 100 Prozent bei Borussia Dortmund funktioniere. Jetzt bin ich hier.“

Welche Lehren ziehen Sie aus der Zeit in Madrid und Liverpool?

Sahin: „Ich bin gereift, sowohl als Mensch als auch als Fußballer - auch wenn ich nicht viel gespielt habe. Ich habe mit den besten Spielern auf meiner Position gespielt, mit Xabi Alonso und Steven Gerrard. Ich bin Vater geworden in der Zeit, meine Frau und ich sind mit unserem Sohn als Familie gereift. Ich denke, dass es sehr, sehr lehrreich war. Ich denke, dass ich ein besserer Fußballer geworden bin. Das mag zwar komisch klingen, weil ich nicht so viel Einsatzzeit hatte, aber ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt.“

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