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Frank Rost fordert „wirtschaftliche Strukturen“ beim HSV

Der ehemalige Torhüter sorgt sich um die finanziell angespannte Situation der Norddeutschen. Beim Hamburger SV ist Rost als Trainer der Frauenmannschaft tätig.

Hamburg. Vor der am kommenden Sonntag stattfindenden Mitgliederversammlung des Hamburger SV hat sich der ehemalige Torhüter Frank Rost mit einem Beitrag auf Facebook an die Fans des Vereins gewandt. Der 39-jährige ist seit September 2012 im Trainerteam der Frauenmannschaft des HSV tätig, die der Vorstand trotz sportlichem Klassenerhalt vom Spielbetrieb in der Bundesliga abmeldete.
 
Keine Kandidatur für den Aufsichtsrat
 
Im besonderen Blickpunkt der Mitgliederversammlung stehen die Wahlen der neuen Aufsichtsräte. In Fankreisen zählte Rost zum engeren Kreis der Kandidaten. „Es gab ja nicht wenige die damit gerechnet haben, dass ich für einen Posten im Aufsichtsrat kandidiere, aber als Kontrolleur sehe ich mich im Moment nicht.Wir haben zurzeit genug damit zu tun unser Konzept für den Frauenfußball bei meinem Verein zu realisieren“, so Frank Rost auf seiner Facebook-Fanseite.
 
Mehr als 40 Millionen Euro neue Schulden
 
Der norddeutsche Traditionsverein steht nach hohen Investitionen in den Spielerkader vor einem neuen Schuldenberg. In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt bezeichnet der Vorstandsvorsitzende die wirtschaftliche Lage des Vereins als „sehr ernst“. Anders als bisher angenommen handelt es sich bei der Unterstützung des Investors Klaus-Michael Kühne in Höhe von acht Millionen Euro nicht um ein zinsloses Darlehen. Darüber hinaus hat der Verein mit der Fan-Anleihe Gelder in Höhe von 17,5 Millionen Euro zur Realisierung eines Bauprojekts und ein weiteres acht Millionen Euro Darlehen von Banken aufgenommen.
 
„Verein muss dringend saniert werden“
 
Wegen fehlender Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb hat sich der Vorstand einem strikten Sparkurs verpflichtet. „Der HSV braucht wirtschaftliche Strukturen, die auch in der Zukunft eine feste Basis bilden für den sportlichen Erfolg unseres Traditionsvereins. In Zeiten des Financial-Fairplay wird dies wichtiger denn je werden“, äußert sich Frank Rost zum Thema. Der Verein müsse „dringend saniert werden“, meint der 39-jährige, der die Fans darüber hinaus auf seinen Freund Dr. Ralph Hartmann aufmerksam machen will. Der Geschäftsführer der AUREA Nord GmbH ist einer der Kandidaten für das mächtige Kontrollorgan des Hamburger SV.

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