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Schalke-Coach Keller: „Eine gewisse Verunsicherung ist da“
Die Gelsenkirchener erlebten im Testspiel gegen die Bayern ein „königsblaues“ Wunder. Neu-Trainer Keller sieht sein Team verunsichert.
Doha. Die Formkrise des FC Schalke 04 hat sich durch die 0:5-Testspielniederlage gegen den FC Bayern München weiter verschärft. Trainer Jens Keller gestand im Interview mit dem kicker, dass es seiner Mannschaft momentan an Sicherheit fehle und äußerte sich unter anderem zur Torwartdiskussion.„Wir haben wenig Zeit“
Nach der Beurlaubung von Trainer Huub Stevens im Dezember des vergangenen Jahres liegt es nun an Keller, das Team wieder zurück in die Erfolgsspur zu führen. Der 42-Jährige ist sich bewusst: „Wir haben wenig Zeit. Wir können deshalb viele Dinge nur anreißen, um sie möglichst schnell in die Köpfe der Spieler zu bringen.“
Erschwert wird dies zusätzlich durch das fehlende Selbstvertrauen der Spieler. „Eine gewisse Verunsicherung ist da“, räumte Keller ein, fügte aber hinzu: „Wir trainieren so gut, dass wir
uns damit auch sehr viel Sicherheit erarbeiten.“
Wer in der Rückrunde das Tor der Schalker hüten wird, verriet Keller nicht: „Wer die Nummer 1 ist, teile ich zuerst den Spielern mit. Aber es gibt keine Diskussion mehr, sondern eine ganz klare Ansage.“ Dabei äußerte der Trainer sein Mitleid mit Keeper Timo Hildebrand, der im Testspiel gegen die Bayern fünf Treffer kassierte: „Timo war gegen die Bayern auf Deutsch gesagt die ärmste Sau.“

„Wir brauchen Lewis“
Zur Personalie Lewis Holtby gab der Coach ebenfalls einen Kommentar ab. Der 22-Jährige wird den Bundesligisten verlassen und bei Tottenham Hotspur in der Premier League anheuern. Offen ist, ob der Transfer bereits in der laufenden Winterpause oder erst im Sommer zu Stande kommt.
Dem Übungsleiter wäre die letztere Variante lieber: „Lewis ist ein wichtiger Spieler für uns, nach der Verletzung von Christoph Moritz erst recht. Wir haben nicht so viele Alternativen im zentralen Bereich.“ Im Falle eines Verbleibs bis zum Saisonende hofft Keller auf die Unterstützung des S04-Anhangs: „Ich hoffe nur, dass die Fans ihm jetzt auch eine faire Chance geben. Denn wir brauchen ihn.“
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Zukunft offen
Keller übernahm den Schalker Profikader, nachdem er zuvor dessen B-Jugend trainiert hat. Sein Vertrag läuft vorerst bis zum Ende der Saison, doch auch danach möchte der Trainer Schalke treu bleiben: „Ich fühle mich sehr wohl im Klub, und man ist mit meiner Arbeit sehr zufrieden. Gut möglich, dass wir langfristig zusammenarbeiten, egal in welcher Konstellation.“
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