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Der Mittelfeldspieler spricht im Interview über die Nationalmannschaft, die Bayern, Titelchancen mit Bayer und das Duell mit Bruder Sven.

Lagos. An der Südwest-Küste Portugals bereiten sich Lars Bender und seine Teamkollegen von Bayer Leverkusen auf die zweite Saisonhälfte vor. Die Rheinländer sind in der Bundesliga Tabellen-Zweiter und damit Verfolger von Tabellenführer FC Bayern München, das vor der Saison Interesse an dem Mittelfeldspieler bekundet hat. Im Interview mit dem Express erklärt Bender, warum aus dem Wechsel nichts wurde.

„Eine Anfrage aus Bayern macht einen stolz“

„Ich habe im Sommer einige Male mit den Bayern telefoniert. Bayer hat das Thema aber ganz schnell abgeblockt. Damit war das Thema für mich vom Tisch“, sagt der 23-Jährige.

Erst kurz zuvor hatte Bender einen neuen Kontrakt unterzeichnet. Das habe den Ausschlag bei der persönlichen Entscheidung gegeben, in Leverkusen zu bleiben. „Eine Anfrage aus Bayern macht einen stolz. Aber ich hatte doch gerade erst meinen Vertrag in Leverkusen bis 2017 verlängert. Das machst du ja nicht, wenn du das Gefühl hast, es ist der falsche Klub. Ich kann doch nicht mit einer einzigen Anfrage alles über den Haufen schmeißen. Nein, das bin ich nicht“, erläutert der Nationalspieler. 

Deshalb blieb Bender und war nicht unerheblich daran beteiligt, dass die Werkself als bestes Team der Bundesliga hinter dem FC Bayern in die Winterpause ging. Der Mittelfeldspieler aber glaubt, dass mehr drin ist als „Vizekusen“. „Ein Titel ist ein Traum von jedem Spieler. In unserer Mannschaft steckt richtig was drin. Bislang haben wir den letzten Schritt nicht hinbekommen. Aber den muss der Klub und den muss die Mannschaft bald mal hinbekommen“, lautet das Urteil des 23-Jährigen.

„Dass wir beide so erfolgreich sind, ist wunderbar“

In Sachen Titel ist ihm Zwillingsbruder Sven Bender weit voraus. Mit Borussia Dortmund holte er zweimal die Meisterschaft und in der vergangenen Saison den DFB-Pokal. „Das kann ich schwer aufholen. Aber ich gönne ihm das von Herzen. Wir beide wissen, dass wir dankbar sein müssen, dass wir beide unseren Traum leben können. Dass wir beide so erfolgreich sind, ist wunderbar“, freut sich Lars Bender über den Karriereverlauf der Zwillinge.

SO GEHT'S WEITER
Bayerns anstehende Aufgaben
19.01. Greuther Fürth (H)
26.01. VfB Stuttgart (A)
02.02. Mainz 05 (A)
09.02. FC Schalke (H)
13.02. FC Arsenal (A)
16.02. VfL Wolfsburg (A)

Über kurz oder lang wünscht sich der 23-Jährige eine Wiedervereinigung mit seinem Bruder. „Ja, das wäre schon ein Traum von uns. Mit meinem Bruder einen Titel holen - dagegen würde ich mich nicht wehren“, sagt der Mittelfeldspieler.

„Das ist eine Auszeichnung“

Möglich wäre das schon in naher Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft. Beide absolvierten bereits Länderspiele, gehörten zuletzt jedoch selten, in Svens Fall überhaupt nicht, der Stammformation an. Ein Fehler, wie zumindest Bastian Schweinsteiger urteilte. Nach dem 4:4 in der WM-Qualifikation gegen Schweden rief der Bayern-Star, dass man mit Lars Bender im Team gewonnen hätte. 

Eine Ehrung, wie der Mittelfeldspieler befindet: „Ich war ja nicht dabei. Aber wenn er das so sagte, macht einen das natürlich stolz. Es zeigt, dass ich in meiner Karriere bislang nicht so viel falsch gemacht habe. Wenn das ein Spieler wie Schweinsteiger so meint, ist das eine Auszeichnung für mich. Aber ich spreche mich jetzt nicht in die Mannschaft. Der Bundestrainer weiß: Wenn er mich bringt, bin ich da. “

EURE MEINUNG: Ist in der Nationalmannschaft Platz für beide Bender-Zwillinge?

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