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Nach Kritik von Bernd Schuster: Klaus Allofs reagiert gelassen

Die Trainer-Wahl der Wolfsburger hat für Diskussionen bundesweit gesorgt. Auch Kandidat Schuster trat nochmals nach. Ohne Manager Allofs aber wirklich zu treffen.

Belek. Manager Klaus Allofs hat gelassen auf die Kritik von Bernd Schuster reagiert, der ihm bei den gescheiterten Verhandlungen um den Trainerjob beim VfL Wolfsburgschlechten Stil vorgeworfen hatte. „Ich kann verstehen, dass er enttäuscht ist, denn für ihn wäre Wolfsburg eine große Chance gewesen. Aber für mich ist die Sache klar, es wird auch kein klärendes Gespräch geben“, sagte Allofs im Wolfsburger Trainingslager in Belek.

Schuster, der vor der Verpflichtung von Dieter Hecking lange Zeit als aussichtsreichster Trainerkandidat beim Ex-Meister galt, hatte zuvor mächtig Dampf abgelassen. „Im Nachhinein muss ich sagen, dass dort nicht mit offenen Karten gespielt wurde. Wenn man so nah dran war und einem dann die Tür zugeschlagen wird, ist das schon extrem bitter“, sagte der Europameister von 1980 im Gespräch mit der Welt am Sonntag.

Allofs weist Vorwürfe zurück

„Sie müssen sich vorstellen: Ich stand am Donnerstag, den 20. Dezember, schon auf dem Flughafen in München, um nach Hannover weiterzufliegen und von dort nach Wolfsburg zu fahren“, sagte Schuster: „Es sollte ein letztes Gespräch geben, am Freitag sollte ich vorgestellt werden. Meine Koffer waren schon im Flieger und ich stand mit meiner Bordkarte davor, als ich einen Anruf bekam und das Treffen abgeblasen wurde. Ohne Begründung.“

Diesen Vorwurf wies Allofs von sich. Er habe zwar zunächst nur seinen Berater erreicht und ihm die Absage übermittelt, einen Tag später aber auch mit Schuster persönlich gesprochen. Konkrete Gründe für die Schuster-Absage nannte Allofs öffentlich nicht, die unerwartet starken Fanproteste gegen eine Schuster-Verpflichtung hätten jedoch keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, betonte er.

Schuster ohne Erfolg in Deutschland

Schuster ließ dennoch kein gutes Haar an seinem früheren Nationalmannschaftskollegen Allofs: „Ich habe Allofs geglaubt, dass ich die einzige Option bin.“ Aber auch diese Aussage konterte der Wölfe-Manager. Es sei „blauäugig von ihm anzunehmen, dass er der einzige Kandidat war“.

Der 53-Jährige Schuster ist seit seiner Entlassung bei Besiktas Istanbul im März 2011 ohne Trainerjob. In Deutschland hat Schuster bislang ohnehin nie Fuß fassen können. Seine Engagements bei Fortuna Köln und dem 1. FC Köln standen unter keinem guten Stern. Einzig in seiner Wahlheimat Spanien hatte der „blonde Engel“ Erfolg. Mit Real Madrid gewann er 2008 die Meisterschaft.

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