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Nach einer längeren Pause meldet sich Dieter Hoeneß zumindest wörtlich zurück. Der 60-Jährige erklärte in einem Interview, warum Magath in Wolfsburg scheiterte.

Berlin. Seit März 2011 ist Dieter Hoeneß nicht mehr am aktuellen Geschehen der Bundesliga beteiligt. Der einstige Manager vom VfB Stuttgart, Hertha BSC und zuletzt dem VfL Wolfsburg schließt zu seinem 60. Geburtstag eine Rückkehr als Manager aus.

In einem Interview mit der Bild am Sonntag erklärte Hoeneß allerdings, sich vorstellen zu können, eine andere Aufgabe eines Bundesligaklubs zu übernehmen. „Vielleicht kehre ich noch einmal in einem Aufsichtsrat oder Präsidium eines Vereins zurück. Das will ich nicht ausschließen. Ich bin ein Überzeugungstäter, muss mit Herzblut hinter einer Aufgabe stehen“, sagte Hoeneß.

Hoeneß gesteht Fehler ein

Seiner Meinung nach scheiterte sein Vorhaben bei Wolfsburg nicht an den Transfers der Spieler, sondern vielmehr an der Wahl des falschen Trainers. „Ich bin der Überzeugung, dass ich eine ganze Reihe von guten Spielern wie Mandzukic, Helmes oder Diego verpflichtet habe. Weniger Glück hatte ich mit der Wahl des Trainers. Ich muss deutlich sagen: Steve McClaren ist ein guter, für den VfL aber der falsche Trainer gewesen. Sein Führungsstil hat nicht zur Mannschaft gepasst.“

Hoeneß: „Modell Magath funktioniert nicht“

Außerdem glaubt Hoeneß, dass Felix Magath als Inhaber von mehreren Ämtern ein falsches System angegangen hat. Aktuell sei Wolfsburg mit Allofs und Hecking wohl besser dran. „Die Zeit der One-Man-Shows ist vorbei! Ein Verein braucht ein Regulativ in Form eines Managers. Das Modell Magath funktioniert nicht mehr. Diesen Fehler hat der VfL nun korrigiert und mit Klaus Allofs und Dieter Hecking eine gute Wahl getroffen. Ich denke, dass das passt und sie den Klub zurück in die Erfolgsspur bringen werden“, so der 60-Jährige.

Schwere Aufgabe für Allofs und Hecking

Auf der anderen Seite glaubt Hoeneß, dass es für die beiden neuen Gesichter des VfL schwierig werden kann, da sie mitten in der Saison zu den „Wölfen“ gewechselt sind. „Der Ruf aus Wolfsburg ist verlockend, er kann aber auch zum Problem werden. Wenn dann ein umworbener Spieler ankommt und wechseln will, hat man Argumentationsprobleme. Dann kann ich als Manager schlecht sagen: Du hast aber Vertrag“, erklärte Hoeneß.

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