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Herbert Fandel, Vorsitzender der DFB-Schiedsrichterkommission, hat sich gegen professionelle Schiedsrichter in Deutschland ausgesprochen.

Frankfurt. In der abgelaufenen Hinserie der Bundesliga gab es die eine oder andere strittige Entscheidung der Unparteiischen, dennoch werde es keine Profi-Schiedsrichter in Deutschland geben, wie Herbert Fandel, Vorsitzender der zuständigen DFB-Kommission, in einem Interview erklärte.

„Einen Profi-Schiedsrichter soll es in Zukunft nicht geben“

Zuletzt standen einige Referees zunehmend im Licht der Öffentlichkeit. Der Ruf nach professionellen Unparteiischen, wie es zum Beispiel in anderen Ländern Europas der Fall ist, wurde lauter. Fandel erklärte nun auf dfb.de eindeutig: „Einen Profi-Schiedsrichter, der neben dem Fußball kein berufliches Standbein mehr hat, soll es aus unserer Sicht aber in Zukunft nicht geben.“ Zumal, wenn man sich die Ansetzungen der deutschen Schiedsrichter im internationalen Fußball anschaue, man „das hohe Ansehen, das die deutschen Unparteiischen im Ausland haben“ erkenne.

Natürlich setze der DFB aber auf ein „professionelles und modernes Schiedsrichterwesen“. Die Bezahlung der Schiedsrichter soll dennoch „adäquat“ erfolgen, dies sei „eine Selbstverständlichkeit“.

„Es sind Zweifel erkennbar“

Zu der geplanten Torlinientechnologie entgegnete der gelernte Konzertpianist: „Es sind Zweifel erkennbar, ob die Torlinientechnologie zu 100 Prozent funktioniert. Eine Fehlertoleranz von drei Zentimetern ist verständlicherweise noch etwas zu hoch. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Ball im EM-Spiel England gegen die Ukraine nur wenige Zentimeter hinter der Linie war. Das würde bedeuten, dass das System dieses Tor möglicherweise nicht erkannt hätte. Wenn man viel Geld für etwas ausgibt, dann muss es einwandfrei funktionieren.“

EURE MEINUNG: Sollte es in Deutschland professionelle Schiedsrichter geben?

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