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Gewinner und Verlierer gab es in dieser turbulenten Bundesliga-Hinrunde reichlich. Goal.com stellt Euch die von Borussia Dortmund vor.

Verein: Borussia Dortmund
Bundesliga: Platz 3
DFB-Pokal: Viertelfinale
Champions League: Achtelfinale

Zielsetzung: In den vergangenen Jahren überzeugte der BVB vor allem mit laufintensivem Mannschaftsfußball. Der unter Trainer Jürgen Klopp eingeschlagene Weg sollte fortgeführt werden - und die Erfolgsfaktoren für das Spiel der Dortmunder sollten natürlich beibehalten werden. Auf internationaler Ebene hofften die Dortmunder, dass sich die in der Vorsaison gemachten schlechten Erfahrungen in der Champions League als Lerneffekt positiv auswirken würden.

DER GEWINNER

Bei vielen Spielern wird die Ablösesumme im Nachhinein zu einer Belastung für ihr Spiel. Nicht so bei Marco Reus, der den BVB im vergangenen Sommer immerhin stattliche 17 Millionen Euro gekostet hat. Deutschlands Fußballer des Jahres erfüllte die hohen Erwartungen schon in seinem ersten halben Jahr in seiner Heimat. Der Dortmunder kannte nach seiner Rückkehr von Borussia Mönchengladbach keinerlei Anpassungsschwierigprobleme und fügte sich nahtlos ins schwarz-gelbe Meisterensemble ein.

MARCO REUS | Borussia Dortmund, Flügel, 23

SAISONSTATISTIKEN (PFLICHTSPIELE)
Einsätze 25
Tore 10
Assists 7
SPIELERAKTE
Vertrag bis 2017
Geschätzter Marktwert 27 Mio €
Länderspiele 14 (5 Treffer)

Besonders mit seinem Kumpel Mario Götze versteht sich Reus nicht nur neben dem Platz prächtig. Sechs Tore und sechs Vorlagen lieferte er in der Hinrunde für den BVB in der Bundesliga ab - und auch in der Champions League erfüllte er die Erwartungen. Gegen Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam gelang ihm jeweils ein Tor, das den Borussen immer auf dem Weg zu einem Erfolg weiterhalf. Mit seiner Schnelligkeit und seiner Technik ist er eine perfekte Ergänzung in der BVB-Offensive und auch das Mitarbeiten in der Defensive hat er unter Trainer Jürgen Klopp schon verinnerlicht. Seine gute Hinserie spiegelt sich entsprechend auch schon im Marktwert wider, der noch einmal gestiegen ist.

DER VERLIERER

Sven Bender war in der Vorsaison eine feste Größe bei Borussia Dortmund. Im defensiven Mittelfeld durfte der Dauerläufer meist neben Kapitän Sebastian Kehl spielen. In dieser Spielzeit kommt Bender allerdings mit nur acht Einsätzen in der Liga nicht einmal mehr auf die Hälfte der Pflichtspiele. Das liegt allerdings nicht an den ungenügenden Leistungen des Bayerns, sondern eher daran, dass Bender zwischendurch mal wieder den Kampf mit Verletzungen und Blessuren verloren hat. Die Gunst der Stunde hat inzwischen Ilkay Gündogan genutzt, der im Moment im Kampf um einen Platz in der Zentrale die Nase leicht vor Bender hat. 

Noch mehr Borussia Dortmund: Die Teamseite

Die Spielweise hat sich im Laufe der Saison vom laufintensiven Gegenpressing eher hin zu einem Barcelona-ähnlichen Kurzpassspiel mit viel Ballbesitz entwickelt. Vielleicht ist das auch ein Effekt des Fehlens von Sven Bender bei wichtigen Spielen. Sinnbildlich für die unglücklich verlaufene Hinserie war für Bender dabei der gute Auftritt beim 4:1 bei Ajax Amsterdam in der Champions League, der für den Dortmunder mit einer gebrochenen Nase endete.



DER WIEDERENTDECKTE

Zwei Mal in Folge ist Roman Weidenfeller mit Borussia Dortmund Deutscher Meister geworden. Mit seinen 32 Jahren ist er weit davon entfernt, ein Newcomer oder ein unbeschriebenes Blatt in der Bundesliga zu sein. Und doch war die Hinrunde der Saison 2012/13 so etwas wie die Wiederentdeckung des schwarz-gelben Torhüters. Die Leistungen waren zwar nur ähnlich gut wie in den Vorjahren, doch auf einmal wurde in der deutschen Fußball-Öffentlichkeit die Frage laut, warum Weidenfeller eigentlich bislang noch kein Länderspiel absolviert hat.

ROMAN WEIDENFELLER | Daten 2012/13
    Einsätze   
Gegentore Zu-Null-Spiele  Gelbe Karten
Platzverweise
 25 27  6 1 0

Bereits in der vergangenen Saison hatte Weidenfeller mit seinem gehaltenen Elfmeter gegen Bayern München großen Anteil an der Titelverteidigung der Schwarz-Gelben und auch in dieser Saison war es das Duell gegen den deutschen Rekordmeister, das den BVB-Keeper in den Fokus der Öffentlichkeit brachte. Mit drei Glanzparaden hielt er das 1:1 in München fest - und bekam danach mit Bayern-Trainer Jupp Heynckes einen prominenten Fürsprecher für einen Platz im Nationalteam. Auch in der Champions League überzeugte er, besonders gegen Ajax Amsterdam, bei Manchester City und bei Real Madrid. Im Alter von 32 Jahren kann das nicht mehr der zweite Frühling für Weidenfeller sein, aber dennoch ist die Hinrunde der aktuellen Saison die Wiederentdeckung des Dortmunder Torhüters.

EURE MEINUNG: Wer waren für Euch die Gewinner und Verlierer der Hinrunde beim BVB?

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