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Gewinner und Verlierer gab es in dieser turbulenten Bundesliga-Hinrunde reichlich. Goal.com stellt Euch die des 1. FC Nürnberg vor.

Verein: 1. FC Nürnberg
Bundesliga: Platz 14
DFB-Pokal: Erstrundenaus gegen Havelse (2:3 n.V.)

Zielsetzung: Nachdem in den ersten beiden Spielzeiten der Klassenerhalt unter Trainer Dieter Hecking sehr früh realisiert werden konnte, peilte man das auch in diesem Jahr wieder an. Mit schnellem Umschaltspiel und spielstarken Offensivspielern sollten den Gegnern das Fürchten gelehrt werden. Weniger in den Köpfen der Macher als mehr in den Vorstellungen der Fans gab es zudem das Ziel, vor Rivale Greuther Fürth zu landen.

DER GEWINNER

Philipp Wollscheid wechselt für sieben Millionen Euro zum Champions League-Kandidat Bayer Leverkusen. Ein Riesenproblem für den 1. FC Nürnberg? Nicht mit Timm Klose. Auf der Suche nach einem Abwehrchef meinte man erst, bei Marcos Antonio fündig geworden zu sein. Doch dieser zeigte schnell, dass er  diese Aufgabe weder spielerisch, noch sprachlich erfüllen konnte. Es bildete sich das Duo Nilsson und Klose, bei dem der junge Schweizer schnell das Zepter übernahm. Und mit Leistung überzeugte.

Klose verweist überragende Zweikampf- und Passquoten, ist beständig kopfballstärkster Nürnberger und im eigenen Strafraum eine Macht. Aus dem Liga-Mittelfeld gab es in der Hinserie kaum einen besseren Innenverteidiger als Klose. Doch dies birgt gleich das nächste Risiko für den 1. FC Nürnberg. Gibt es bei den Topvereinen der Liga eine Problemstelle zu besetzen, wird Klose als Kandidat gehandelt werden, wenn er sich weiter so aufdrängt. Der FCN wird dann, wie bei Philipp Wollscheid, den Kürzeren ziehen und sich für Bares entscheiden. Der Vertrag des Schweizers läuft bis 2014.

TIMM KLOSE | 1. FC Nürnberg, Innenverteidigung, 24

SAISONSTATISTIKEN (PFLICHTSPIELE)
Einsätze 17
Tore 1
Assists 0
SPIELERAKTE
Vertrag bis 2014
Geschätzter Marktwert 2 Mio €
Länderspiele 1 (0 Treffer)

DER VERLIERER

Hoffnungsträger auf dem Flügel, U-Nationalspieler und Riesentalent. All diese Worte wurden immer wieder in den Mund genommen, wenn es um Alexander Esswein ging. Der zweifellos talentierte und ambitionierte junge Kicker hatte in Nürnberg bereits einen sicheren Stammplatz erobert und mauserte sich zu einem der besten Offensivspieler. Diese Erwartungshaltung sollte er auch in diesem Jahr bestätigen.

Noch mehr Club: Die Teamseite des FCN

Doch erstens kommt es bekanntlich anders, zweitens als man denkt. Alexander Esswein ist die Enttäuschung der ersten Saisonhälfte beim 1. FC Nürnberg. Er offenbart dabei in eklatanter Weise Schwächen, die man ihm früher schon vorwarf. Esswein ist zu eigensinnig, arbeitet zu wenig in der Defensive und stellt sich nicht in den Dienst des Teams. Da sich der Flügelspieler in den von ihm so geliebten 1-gegen-1 Situationen nur höchst selten durchsetzen konnte, wurden Frust und Ärger immer größer. Auswechslungen kamen immer häufiger. Den Gipfel erreichte Esswein in Fürth, als ihn Hecking noch in der ersten Halbzeit auswechselte. Taktisch nannte Hecking das damals. Wer das Spiel und Heckings Mimik bei dieser Aussage gesehen hatte, wusste mehr.



DER ABGEWANDERTE

Immer wieder beschwörte er den gemeinsamen Weg, den er zusammen mit dem FCN gehen wollte. Am Ende der Saison wäre Dieter Hecking Rekordtrainer des 1. FC Nürnberg gewesen. Doch das zählte nicht. Mit sofortiger Wirkung gaben Verein und Trainer die Trennung per Ausstiegsklausel bekannt. Dieter Hecking wird ab 1. Januar 2013 den VfL Wolfsburg trainieren.

Dieter Hecking | Daten 2012/13
    Einsätze   
Tore Vorlagen  Gelbe Karten
Vereinswechsel
 17 -  - - 1

Der bestrittene Weg war erfolgreich und vielversprechend. In der ersten Saison noch durch die Relegation gekämpft, waren es 2011 und 2012 zwei souveräne Spielzeiten ohne Fehl und Tadel. Nun muss der Weg ohne Hecking beschritten werden, der sich in Wolfsburg mit anderen Zielen als Klassenerhalt und anderen Kalibern von Spielern beschäftigen wird. Beim 1. FC Nürnberg wird er fehlen und mit Sicherheit so schnell nicht vergessen.

EURE MEINUNG: Wie seht ihr Timm Klose, Alexander Esswein und Dieter Hecking in der Hinserie?

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