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„Sechs, setzen!“ Wer hat als Schüler diesen Satz nicht schon einmal gehört? Goal.com stellt das Zwischenzeugnis der Hinrunde aus. Heute ist der FC Bayern dran!

Verein: Bayern München
Bundesliga: Platz 1
DFB-Pokal: Viertelfinale
Champions League: Achtelfinale

Zielsetzung: Nach der Tragödie im Champions-League-Finale und dem zweiten Jahr in Folge ohne Titel war von Anfang an klar, dass der Gewinn der Meisterschaft für die Mannschaft Pflicht sein würde. Karl-Heinz Rummenigge erklärte, dass man auch in den anderen beiden Wettbewerben „eine gute Rolle spielen“ wolle.

LIGA & POKAL: sehr gut (1)

Mit erdrückender Überlegenheit ist der FC Bayern in der Hinrunde durch Bundesliga und DFB-Pokal marschiert und hat eine gesamte Liga zu gefälligen Sparrings-Partnern degradiert. Durch das 1:1-Unentschieden am 17. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach verpasste der Rekordmeister allerdings einen neuen Hinrunden-Punkterekord. Dortmund holte 2010/2011 (43 Punkte) einen Punkt mehr als die Münchner. Das Torverhältnis von 44:7 Toren spricht Bände über die Kräfteverhältnisse innerhalb der Bundesliga. Der Zweitplatzierte, Bayer Leverkusen, hat bereits neun Punkte Rückstand, Meister Dortmund gar zwölf. Auch im Pokal zog die Mannschaft von Jupp Heynckes mühelos ins Viertelfinale ein und empfängt dort im neuen Jahr Titelverteidiger Dortmund.

CHAMPIONS LEAGUE: noch sehr gut (1-)

Mit zwei Finalteilnahmen in den letzten drei Jahren und einer dominanten Spielweise; untermauert von einem einmalig starken Kader, zählt der FC Bayern neben dem FC Barcelona zur absoluten Weltspitze und ist damit ein Topfavorit auf den Titel im Wembley-Stadion. Mit dem FC Valencia, BATE Borisov und Lille bekam man eine leichtere Gruppe zugelost als vergangene Saison, setzte sich jedoch sicher als Gruppenerster durch. Bestehen bleibt jedoch die Auswärtsschwäche. In Borisov musste man sich geschlagen geben, in Valencia rettete man in Überzahl noch ein Remis. Ebenfalls auffällig waren Konzentrationsschwächen kurz vor Schluss, die mit Gegentreffern bestraft wurden.



UNTERHALTUNG: sehr gut (1)

Während der Rest der Liga nichts zu lachen hat, wenn es gegen den FC Bayern geht, können die Anhänger des Rekordmeisters einen Sieg nach dem anderen feiern. Franck Ribery spielt in der Form seines Lebens, während das gesamte Angriffsspiel variabler geworden ist. Statische Auftritte, mit denen ein 0:1-Rückstand bereits eine Niederlage bedeutete – so wie vor einem Jahr – gehören der Vergangenheit an. Mit 44 Toren erzielten die Münchner die meisten der Liga.

TRANSFERMARKT: sehr gut  (1)

In der Transferperiode haben die Macher des FC Bayern den Grundstein für die Erfolge gelegt. Die Warnsignale der Vorsaison, als man im April und Mai mit einem kleinen Kader ohne gleichwertige Alternativen auf der Bank um drei Titel spielte, hat man verstanden und auf dem Transfermarkt umgesetzt. Mit Dante ist ein Glücksgriff gelungen. Der Brasilianer, als Nummer drei gekommen, ist aus der Mannschaft nicht wegzudenken und ist durch die Verletzungen und Sperren von Holger Badstuber und Jerome Boateng noch wichtiger geworden. Er war in der Hinrunde der beste Innenverteidiger der Bundesliga.

Auch Mario Mandzukic konnte alle überzeugen. Nach der langfristigen Verletzung von Mario Gomez übernahm der frühere Wolfsburger die Position im Sturmzentrum und konnte nicht nur durch eine erstklassige Torquote überzeugen, sondern auch durch seine spielerische Qualität. Der gebürtige Kosovo-Albaner Xherdan Shaqiri ergriff im Gegensatz zu Marco Reus die Möglichkeit, sich dem Konkurrenzkampf an der Säbener Straße zu stellen und hat sich als absolute Bereicherung für den Kader erwiesen. Nach seinen Einwechslungen brachte der Schweizer immer wieder neuen Schwung ins Spiel, was beispielsweise in Bremen letztlich den Sieg für den FC Bayern ermöglichte.



TRAINER & UMFELD: sehr gut (1)

Jupp Heynckes hat geschafft, was ihm vor einem Jahr kaum noch jemand zutrauen wollte: eine wirkliche spielerische Weiterentwicklung der Mannschaft. Die Offensive wurde deutlich variabler, die harte Arbeit während der Sommer-Vorbereitung trägt Früchte. Heynckes konnte die Spieler nach den Rückschlägen erneut motivieren und arbeitete mit ihnen die Gründe für die Niederlagen gegen Dortmund, Mönchengladbach und den FC Chelsea auf. Die Mannschaft zog mit, arbeitete hart und setzte die Vorgaben um. Der FC Bayern ist damit noch stärker geworden als in der Vorsaison, was alleine durch Transfers nicht möglich gewesen wäre. Es bietet sich daher erneut die Möglichkeit, das „Triple“ im Frühjahr nach München zu holen.

DER RETTER
DIE ÜBERRASCHUNG DAS TALENT


GESAMTNOTE: sehr gut (1)

Der FC Bayern spielte eine Hinrunde ohne nennenswerte Probleme. Lediglich einige kleine Formfehler und Mängel traten hin und wieder auf, wie etwa die schon längerfristig bekannte Schwäche der eigenen Harmlosigkeit bei Eckbällen oder die mangelhafte Chancenverwertung. Beide Punkte verhalfen im Mai dem FC Chelsea zum Sieg in München. Trotzdem waren die Münchner auch bei Niederlagen, wie gegen Borisov und Leverkusen, eigentlich überlegen, sodass diese eher einer Verkettung von Zufällen zugunsten des Gegners waren.

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