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„Sechs, setzen!“ Wer hat als Schüler diesen Satz nicht schon einmal gehört? Goal.com stellt das Zwischenzeugnis der Hinrunde aus. Heute ist der VfB Stuttgart dran!

Verein: VfB Stuttgart
Bundesliga: Platz 9
DFB-Pokal: Viertelfinale
Europa League: Runde der letzten 32

Zielsetzung: Der VfB Stuttgart wollte, nach vielen misslungenen Hinrunden in den vergangenen Jahren, in der ersten Halbserie der Saison mit guten Resultaten keine Unruhe aufkommen lassen - das ist unter dem Strich gelungen.

LIGA & POKAL: gut (2)

Der Start in die Saison hätte dennoch schlechter kaum ausfallen können. Nach fünf Spieltagen stand man mit mageren zwei Zählern auf Tabellenplatz 17 in der Bundesliga. Anschließend bekam die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia aber die Kurve und spielte sich zwischenzeitlich bis auf den sechsten Rang vor. Der neunte Platz zum Ende der Hinrunde, mit einem Punkt Rückstand auf die Europa-League-Plätze, dürfte die Verantwortlichen des Klubs zufriedenstellen. Auch im DFB-Pokal und der Europa League ist das Team weiterhin unterwegs. Auf dem Weg zum Finale in Berlin geht es für den VfB im Viertelfinale, in der dritten Runde in Folge, zuhause gegen einen Zweitligisten – den VfL Bochum. Im Europacup hat man mit Ach und Krach die Gruppe überstanden und muss nun in der Zwischenrunde gegen den KRC Genk ran.



UNTERHALTUNG: befriedigend (3)

In den Augen vieler spielten die Stuttgarter nicht immer den schönsten Fußball im deutschen Oberhaus. Dennoch fuhren sie zu wichtigen Zeitpunkten die Zähler ein und ließen intern selten Unruhe aufkommen. Für das Highlight sorgte der Trainer persönlich. Nach dem 2:2-Unentschieden am 7. Spieltag im eigenen Stadion gegen Bayer Leverkusen, platzte Labbadia der Kragen. Auf der Pressekonferenz machte der ehemalige Stürmer seinem Unmut wegen der negativen Berichterstattung in den Medien aus den vorangegangenen Wochen Luft. Als ob auch die Mannschaft einen solchen „Wachrüttler“ gebraucht hätte, ging es in den folgenden Spielen deutlich bergauf.

TRANSFERMARKT: ausreichend (4)

Im Sommer stand für den VfB sparen auf dem Programm. Der Kader verlor durch die Abgänge von Khalid Boularouz (Sporting Lissabon), Julian Schieber (Borussia Dortmund), Timo Gebhart (1. FC Nürnberg) und Matthieu Delpierre (1899 Hoffenheim) extrem an Breite. Dem standen lediglich zwei externe Neuzugänge gegenüber: Tunay Torun und Tim Hoogland. Beide konnten bisher noch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, weil sie mehr mit Verletzungen zu kämpfen hatten, als den Kampf um die Stammplätze aufzunehmen zu können. Hier gilt es im Winter noch einmal nachzubessern, um möglichst lange auf drei Hochzeiten weiterzutanzen.



TRAINER & UMFELD: noch gut (2-)

Trainer Bruno Labbadia und sein sportlicher Leiter Fredi Bobic wirken als homogenes Gespann. Gerade der Coach leistet bislang bei seiner dritten Trainerstation in der Bundesliga gute Arbeit. Dennoch kommt durch die kritischen lokalen Medien und der nicht minder kritischen Anhängerschaft des VfB, wegen der hohen Erwartungshaltung, ständig Unruhe von außen in den Verein. Das könnte einer der Gründe sein, weshalb Labbadia mit der Vertragsverlängerung über das Jahr 2013 hinaus bis dato noch zögert. Ziel sollte es sein, hinter dieses Thema im neuen Jahr schnellstmöglich einen Haken zu machen.

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GESAMTNOTE: befriedigend (3+)

Bleibt Stuttgart vom Verletzungspech der ersten Saisonhälfte einigermaßen verschont, kann es in allen Wettbewerben noch weit gehen. Die Priorität sollte dennoch auf das Tagesgeschäft - die Bundesliga - gelegt werden. Hier ist Platz fünf oder sechs das realistische Ziel.

EURE MEINUNG: Was ist für den VfB in dieser Saison noch möglich?

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