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Gewinner und Verlierer gab es in dieser turbulenten Bundesliga-Hinrunde reichlich. Goal.com stellt Euch die von Borussia Mönchengladbach vor.

Verein: Borussia Mönchengladbach
Bundesliga: Platz 8
DFB-Pokal: 2. Runde
Europa League: Runde der letzten 32

Zielsetzung: Nach dem Verlust des Gerüsts um Dante, Reus und Neustädter gaben die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach vorsichtige Saisonziele vor. So wollte man die Spielzeit auf einem einstelligen Tabellenplatz mit Kontakt zum internationalen Geschäft abschließen, im DFB-Pokal möglichst weit kommen und in der Europa League eine gute Figur abgeben. Diese vage Formulierung war natürlich dem personellen Umbruch geschuldet, konnte man doch nicht wissen, wie schnell die Neuzugänge integriert und etwaige Taktikumstellungen greifen würden. Zudem musste sich erst zeigen, wie die Mannschaft die ungewohnte Mehrbelastung durch die Europa League wegstecken würde.

DER GEWINNER

Als hoffnungsvolles Talent im Sommer 2011 vom Karlsruher SC geholt startete Lukas Rupp bei der Borussia nicht gleich durch und so wurde er in der darauffolgenden Winterpause an den SC Paderborn verliehen, um in der Zweiten Bundesliga Spielpraxis zu sammeln. Nachdem der gebürtige Heidelberger mit zwei Treffern und vier Assists bei den Ostwestfalen eine erfolgreiche Rückrunde im Unterhaus absolvierte, traute ihm Lucien Favre den Sprung in die Fohlenelf trotz großer Konkurrenz durchaus zu und holte Rupp zurück.

LUKAS RUPP |MÖNCHENGLADBACH, MITTELFELD, 21 JAHRE

SAISONSTATISTIKEN (PFLICHTSPIELE)
Einsätze 12
Tore 0
Assists 1
SPIELERAKTE
Vertrag bis 2014
Geschätzter Marktwert 1Mio €
Länderspiele 0 (0 Treffer)

Es dauerte bis zum siebten Spieltag, als der Schweizer Trainer Patrick Herrmann in die Mitte zog und Lukas Rupp seinen neuen Arbeitsplatz auf der rechten Mittelfeldseite zuteilte. Fortan gehörte der 21-Jährige bei allen Bundesligaspielen zur Stammformation und wurde vom Mitläufer zu einer festen Größe in einer Mannschaft, die langsam aber sicher in die Spur fand.

DER VERLIERER

Mit vielen Vorschusslorbeeren und der Last einer Ablösesumme von 8,5 Millionen Euro im Gepäck wechselte Granit Xhaka im Sommer vom FC Basel zu Borussia Mönchengladbach. Trotz seiner Jugend gehörte der Schweizer in der Heimat bereits zu den Führungsspielern, stand in der Champions League gegen starke Mannschaften wie Benfica Lissabon, Manchester United oder Bayern München auf dem Platz und lief bereits für seine Landesauswahl auf. Dass der 20-Jährige sich schnell an die Bundesliga gewöhnen würde und auch eine tragende Rolle in Borussias Mittelfeld übernehmen würde, schien programmiert zu sein.

Noch mehr Borussia Mönchengladbach: Zur Teamseite

Doch es kam anders. Xhaka wirkte belastet und übermotiviert in den ersten Partien. Man merkte ihm an, dass er gleich sein gesamtes Potenzial zeigen wollte, dabei verteidigte er jedoch zu fahrig, hatte einige leichte Abspielfehler und Ballverluste. Die Quittung bekam der Schweizer von Landsmann Favre, der ihn am neunten Spieltag erstmals auf die Bank setzte und ihm danach nur noch einmal in dem bedeutungslosen Europa-League-Spiel gegen Fenerbahce in der Startelf ran ließ. Außerdem wollte sich Xhaka schnell auch außerhalb des Platzes als Führungsspieler etablieren, gab für sich und die Fohlenelf große Ziele aus und ließ keine Fernsehkamera aus, um seine Statements der Öffentlichkeit zu präsentieren, was ihn nachhaltig aus dem Tritt zu bringen schien. Doch nun nimmt sich der gebürtige Baseler zurück, arbeitet hart im Training und es bleibt die Hoffnung, dass sich Xhaka in der Rückrunde am eigenen Schopf aus der Misere zieht.



DER VOLLTREFFER

Der herausragende Spieler der Hinrunde war sicherlich Juan Arango. Da sich der Venezolaner jedoch zuvor schon auf sehr hohem Niveau präsentierte und seine exorbitanten Leistungen inzwischen Woche für Woche zum Bundesliga-Alltag gehören, soll die Ehre des „Volltreffers“ einem Neuzugang gehören.

Als Gladbachs Sportdirektor im Sommer Alvaro Dominguez als Dante-Ersatz aus dem Hut zauberte, staunte man am Niederrhein nicht schlecht. In Borussias Umfeld wurden viele Innenverteidiger gehandelt. Der Spanier gehörte nicht dazu. Doch Max Eberl zeigte einmal mehr ein feines Näschen und überwies stattliche acht Millionen Euro für den 23-fährigen „Beinah-EM-Fahrer“ an Atletico Madrid. Diese Investition hat sich bereits ausgezahlt.

ALVARO DOMINGUEZ | Daten 2012/13
    Einsätze   
Tore Vorlagen  Gelbe Karten
Platzverweise
 14 2  0 5 0

Dominguez brauchte von allen Neuzugängen die geringste Eingewöhnungszeit und avancierte bereits nach wenigen Spielen zum Leistungsträger. Der gebürtige Madrilene stand seit dem zweiten Spieltag in allen Bundesligapartien über 90 Minuten auf dem Platz, bis ihn die fünfte Gelbe Karte bei Bayern München zum Zusehen zwang. Neben seiner umsichtigen Defensivarbeit beteiligt sich Dominguez auch geschickt am Aufbauspiel und entwickelt bei eigenen Standards eine Torgefahr, die Vorgänger Dante zuletzt abging.

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