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Gewinner und Verlierer gab es in dieser turbulenten Bundesliga-Hinrunde reichlich. Goal.com stellt Euch die von Aufsteiger Fortuna Düsseldorf vor.

Verein: Fortuna Düsseldorf
Bundesliga: Platz 13
DFB-Pokal: Aus im Achtelfinale
Champions League: nicht teilgenommen
Europa League: nicht teilgenommen

Zielsetzung: Nach dem Aufstieg in die Bundesliga war klar, dass die Fortuna nicht mehr so furios agieren würde wie zuvor. Mit der Eichhörnchen-Taktik wollte und will der Klub punkten, die Art und Weise ist dabei nur nebensächlich.

DER GEWINNER

Fabian Giefer hätte im Sommer von Bayer Leverkusen zum FC Bayern wechseln können. Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der Giefer in Leverkusen trainierte, hatte den Torhüter gefragt, ob er an die Säbener Straße wechseln wolle. Giefer sagte ab, er wollte sich nicht hinter Manuel Neuer als Nummer zwei einreihen. Stattdessen nahm er das Angebot von Fortuna Düsseldorf an - obwohl er auch hier nicht sicher sein konnte, die Nummer eins zu sein. Immerhin ist Robert Almer, seines Zeichens österreichischer Nationaltorhüter, der Konkurrent. Aber Giefer setzte sich durch und überzeugt seit dem Saisonstart mit guten Leistungen.

Fabian Giefer | Fortuna Düsseldorf, Torwart, 22 Jahre

SAISONSTATISTIKEN (PFLICHTSPIELE)
Einsätze 20
Zu-Null-Spiele 9
Gegentore 24
SPIELERAKTE
Vertrag bis 2014
Geschätzter Marktwert 1,75 Mio €
Länderspiele 0

In den ersten sechs Pflichtspielen der Saison kassierte Giefer kein einziges Gegentor. Auch danach zeigte er konstant gute Leistungen, wenngleich er im Spielaufbau große Defizite hat. Viel zu viele Abschläge und Abstöße landen entweder beim Gegner oder im Aus. Wenn Giefer diese Fehler abstellt, könnte er irgendwann auch ein Thema für Bundestrainer Joachim Löw werden - oder für andere, zahlungskräftigere Vereine.

DER VERLIERER

Die Performance von Andriy Voronin bei Fortuna Düsseldorf ist eine einzige Enttäuschung. Der Ukrainer hat jahrelange Bundesliga- und Champions-League-Erfahrung vorzuweisen, er hat in beiden Wettbewerben seine Klasse unter Beweis gestellt. Was er davon in Düsseldorf zeigt? Nichts. Nach immerhin ordentlichem Beginn zeigte er Starallüren, Trainer Norbert Meier setzte seinen Superstar, der für ein Jahr auf Leihbasis von Dinamo Moskau kam, auf die Bank und Tribüne.

Noch mehr Fortuna: Zur Teamseite

Im November sorgte der Stürmer für einen Skandal, als er trotz Krankschreibung in einer Düsseldorfer Diskothek feiern ging und am nächsten Tag nicht beim Training erschien. Beim 1:1 gegen Hoffenheim stellte er seine Lustlosigkeit offen zur Schau, als er sich auf der Auswechselbank eher hinlegte als setzte. Seit Wochen spielt er in Meiers Überlegungen keine Rolle mehr, ein vorzeitiger Abschied im Winter ist denkbar.



DER QUASI-NEUZUGANG

Robbie Kruse wechselte im Sommer 2011 aus seiner australischen Heimat an den Rhein und zeigte in seinem ersten Jahr in Deutschland durchschnittliche Leistungen. Zwar schaffte Fortuna Düsseldorf den Aufstieg in die Bundesliga, aber Kruse selbst verpasste den Durchbruch. In elf Spielen schoss er kein Tor und bereite nur eines vor - keine gute Ausbeute für einen Offensivspieler, der sowohl im Mittelfeld als auch im Sturm agieren kann.

Robbie Kruse | Daten 2012/13
    Einsätze   
Tore Vorlagen  Gelbe Karten
Platzverweise
 15 2  5 5 0

In der laufenden Spielzeit ist Kruse kaum wiederzuerkennen. Der Australier ist spritziger, zweikampfstärker und hat immer wieder geniale Einfälle. Beim 1:1 in Dortmund schafften es nicht einmal die Abwehrspieler des Meisters, den wendigen Düsseldorfer unter Kontrolle zu bringen. Kruse ist fast so etwas wie der 19. Neuzugang des Klubs.

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