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„Sechs, setzen!“ Wer hat als Schüler diesen Satz nicht schon einmal gehört? Goal.com stellt das Zwischenzeugnis der Hinrunde aus. Heute ist der VfL Wolfsburg dran!

Verein: VfL Wolfsburg
Bundesliga: Platz 15
DFB-Pokal: Viertelfinale

Zielsetzung: Auch in diesem Sommer hat der VfL Wolfsburg wieder ordentlich investiert. Unter Trainer und Manager Felix Magath war die Richtung klar vorgegeben: europäischer Fußball. Die Spitzengruppe der Bundesliga sollte angegriffen werden. Auch im DFB-Pokal wollte der VfL möglichst weit kommen.

LIGA & POKAL: mangelhaft (5)

In der Liga haben die Niedersachsen absolut ungenügende Ergebnisse erzielt. Am Ende stand nur Platz 15, der Abstiegskampf ist längst in der Auto-Stadt angekommen, auch wenn das einige Beteiligte bis zum Ende offenbar nicht verstanden haben. Nach dem Trainerwechsel wurde es etwa besser, dennoch ist die Hinrunde in der Bundesliga enttäuschend verlaufen. Pluspunkte gibt es für die Leistungen im DFB-Pokal. Dort überwintert der VfL – und wahrt darüber seine Chance auf Europa. Mit Bayer 04 Leverkusen musste im Pokal harte Konkurrenz ausgeschaltet werden, im Viertelfinale warten die Kickers aus Offenbach.

UNTERHALTUNG: ausreichend (4)

Eines kann dem VfL Wolfsburg nicht vorgeworfen werden: Langeweile. Denn bei den Niedersachsen konnte vor keinem Spiel abgeschätzt werden, ob es nun gut wird, oder absolut in die Hose geht. Lediglich gegen den FC Augsburg gab es ein torloses Remis in der Hinrunde. Spielerisch stark waren zudem die Leistungen bei den Spielen gegen Fortuna Düsseldorf (4:1), die TSG 1899 Hoffenheim (3:1) und beim umstrittenen Erfolg gegen Borussia Dortmund (3:2). Ansonsten lag der Unterhaltungswert aber oft am Gegner, nicht am VfL.

TRANSFERMARKT: voll mangelhaft (5+)

Insgesamt lässt sich zu den Neuzugängen des VfL sagen: Sie konnten den Klub qualitativ nicht nach vorne bringen. Fagner brachte über die gesamte Hinrunde hinweg schwache Leistungen, konnte seinen Transfer nicht rechtfertigen. Anders sieht es bei Naldo aus. Der Innenverteidiger hatte gute und sehr schlechte Leistungen, spielte nicht konstant. Er konnte sich gegen Ende der Hinrunde verbessern. In der Offensive sollten Bas Dost und Ivica Olic die Mannschaft beleben. Bei Dost platzte erst nach dem Trainerwechsel der Knoten, ihm gelangen immerhin sieben Tore in der Hinrunde. Olic konnte sich kaum beweisen, überzeugte nur selten. Ebenso Defensivmann Emanuel Pogatetz, der den Verein sogar im Winter wieder verlassen könnte. Vaclav Pilar verletzte sich früh, kam nicht mehr zurück bis dato.

TRAINER & UMFELD: ungenügend (6)

Der VfL Wolfsburg kam in der Hinrunde nie zur Ruhe. Nach dem Aus von Felix Magath wurden die sportlichen Leistungen unter Lorenz-Günther Köstner zwar etwas besser, aber die Diskussionen rund um den Klub rissen nicht ab. Die Verpflichtungen von Klaus Allofs und Dieter Hecking sorgten für viel Unruhe, das Sportliche stand selten im Vordergrund. Das muss unter dem neuen Duo in der Rückrunde dringend besser werden. Ansonsten wird der Klub trotz aller Qualitäten kaum in der Bundesliga bestehen können.

DER LICHTBLICK
DER RÜCKKEHRER
DER BESTE

GESAMTNOTE: noch mangelhaft (5-)

Wolfsburg war bisher der Chaos-Verein der Saison. Sportlich unbeständig und selten stark, dominierte der Klub die Gazetten. „Die Wahrheit liegt auf dem Platz“, das ist bei den Niedersachsen nicht angekommen. Die Unruhen müssen schnell eingestellt werden, Allofs und Hecking haben sehr viel Arbeit vor sich. Gelingt es dem Klub, das Potenzial abzurufen, ist noch viel drin. Gelingt das nicht, könnte der Abstieg die Folge sein.

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