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Gewinner und Verlierer gab es in dieser turbulenten Bundesliga-Hinrunde reichlich. Goal.com stellt Euch die von Hannover 96 vor.

Verein: Hannover 96
Bundesliga: Platz 11
DFB-Pokal: Ausgeschieden im Achtelfinale
Europa League: Runde der letzten 32

Zielsetzung: In den letzten zwei Spielzeiten lieferte Hannover 96 großartige Leistungen ab und qualifizierte sich jeweils für die Europa League. Für den Verein ein ganz neues Gefühl, und so gab man sich vor der laufenden Saison dann auch bescheiden: Mirko Slomka wollte sich mit dem Team in der „oberen Tabellenhälfte“ festsetzen. Lange gelang das auch, gegen Ende der Hinrunde strauchelte 96 jedoch ein wenig und schaffte es daher nicht, auf einem einstelligen Tabellenplatz zu überwintern.

In der Europa League wollte man unterdessen unbedingt in die Gruppenphase einziehen, die Hannover letztlich mit Bravour überstand und ohne Niederlage in die K.o.-Runde einzog.

DER GEWINNER

Eigentlich war Mario Eggimann bei 96 bereits abgeschrieben. Lange Zeit hatten Karim Haggui und Emanuel Pogatetz in der hannoverschen Abwehrzentrale das Sagen. Zu Beginn der Rückrunde der vergangenen Saison durfte der Schweizer zumindest mal wieder regelmäßig ran, da Haggui beim Africa-Cup verweilte. Er machte seine Sache recht ordentlich, am Ende standen 13 Startelfeinsätze auf Eggimanns Konto - allerdings auch, weil Pogatetz sich im späteren Saisonverlauf noch verletzten sollte.

Der Österreicher verabschiedete sich vor Beginn der laufenden Spielzeit in Richtung VfL Wolfsburg, als Ersatz wurde Felipe von Standard Lüttich geholt. Schnell schien klar: Der Brasilianer und Haggui würden in der 96-Innenverteidigung die erste Geige spielen. Mitnichten: Felipe hatte nicht nur Verletzungspech, sondern spielte auch noch wenig überzeugend, wenn er fit war.


MARIO EGGIMANN | Hannover 96, Innenverteidiger, 31

SAISONSTATISTIKEN (PFLICHTSPIELE)
Einsätze 27
Tore 2
Assists 1
SPIELERAKTE
Vertrag bis 2013
Geschätzter Marktwert 1,5 Mio € (laut transfermarkt.de)
Länderspiele (Schweiz) 8 (0 Treffer)

Auch Haggui blieb unter seinen Möglichkeiten - und so konnte Slomka froh sein, dass Eggimann plötzlich zur festen Größe im teils wackligen 96-Defensivverbund wurde. Der 31-Jährige strahlte die Ruhe aus, die seine Nebenmänner häufig vermissen ließen und mauserte sich zum souveränsten Akteur in Hannovers Viererkette. So war es unter dem Strich eine überaus erfolgreiche Halbserie für den Schweizer, die er am 14. Spieltag mit einem Kopfballtreffer gegen Greuther Fürth krönte - es war sein erstes Tor seit der Saison 2008/09.

Eggimann stand letztlich in allen 17 Bundesliga-Spielen in der Startelf - und wenn er so weitermacht, dürfte Ottmar Hitzfeld bald anklopfen…

DER VERLIERER

Mohammed Abdellaoue war in Hannovers Rekordsaison 2010/11 einer der ganz großen Leistungsträger. Der von Valerenga Oslo gekommene Norweger knipste nach Belieben und hatte so entscheidenden Anteil daran, dass 96 am Ende auf Platz vier landete. Auch folgende Spielzeit lief zunächst bestens, die erste Hälfte des Jahres 2012 allerdings weniger - nur zwei Liga-Tore konnte Abdellaoue in der Rückrunde der letzten Saison erzielen.

Noch mehr Hannover 96: Zur Teamseite

So waren die Voraussetzungen nicht gerade die besten, als es für den 27-Jährigen vor dieser Saison in einen Konkurrenzkampf ging, der ligaweit seinesgleichen sucht - gleich fünf Angreifer hat Slomka zur Verfügung, jeder Einzelne von ihnen mit Startelfpotenzial. Der 96-Trainer hatte die Qual der Wahl - und eben die fiel nur selten auf Abdellaoue, der ganz klar der Verlierer von Slomkas Stürmer-Roulette ist.

An Mame Diouf gibt es kein Vorbeikommen, als zweite Sturmspitze wurden meist Didier Ya Konan oder Jan Schlaudraff aufgeboten, die zudem noch den Vorteil haben, auch auf die Flügel ausweichen zu können - Abdellaoue ist ein reiner Stoßstürmer. Aber selbst, als Diouf noch verletzt ausfiel, stand Arthur Sobiech in der Gunst von Slomka zumeist vor dem Norweger, nur zweimal durfte Abdellaoue in der Liga von Beginn an spielen.



DER HEIM-KNIPSER

Die Qualitäten von Mame Diouf waren schon vor der laufenden Saison bekannt. Der Senegalese wurde im Januar 2012 für nicht mal zwei Millionen Euro aus dem Reserve-Team von Manchester United verpflichtet und schlug sofort ein wie eine Bombe, knipste fast nach Belieben. Im April allerdings warf ihn ein Syndesmosebandanriss zurück - bis Ende September fiel Diouf verletzungsbedingt aus.

MAME DIOUF | Daten 2012/13
    Einsätze   
Tore Vorlagen  Gelbe Karten
Platzverweise
 19 11  3 4 0

Slomka führte den Publikumsliebling behutsam wieder ran, schon schnell war der Stürmer aber wieder der alte. Vor allem bei Spielen in der heimischen AWD-Arena ist mindestens ein Diouf Tor die Regel - und das ist keinesfalls eine Übertreibung. In dieser Spielzeit stehen nach insgesamt 19 Einsätzen elf Treffer zu Buche, saisonübergreifend war Diouf in 34 Partien für 96 an 27 Treffern direkt beteiligt. Eine beeindruckende Quote.

Nur wollte es in der Bundesliga auswärts bis vor kurzem nicht wirklich klappen. Aber auch dieser Bann ist gebrochen: Im abschließenden Hinrunden-Spiel bei Fortuna Düsseldorf traf Diouf für 96 erstmals in der Liga auf fremden Platz - eine angesichts seiner sonstigen Ausbeute kuriose Statistik.

EURE MEINUNG: Wer wird bei 96 der Gewinner der Rückrunde?

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