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„Sechs, setzen!“ Wer hat als Schüler diesen Satz nicht schon einmal gehört? Goal.com stellt das Zwischenzeugnis der Hinrunde aus. Heute ist Borussia Dortmund dran!

Verein: Borussia Dortmund
Bundesliga: Platz 3
DFB-Pokal: Viertelfinale
Champions League: Achtelfinale

Zielsetzung: Auch nach zwei Meisterschaften in Folge ging die Borussia eher defensiv an die Formulierung der Saisonziele heran: In der Liga sollte es die direkte Qualifikation zur Champions League - also ein Platz unter den ersten Drei - werden. Und besonderes Augenmerk wollte der BVB auf die Champions League legen, in der es deutlich besser als in der Vorsaison laufen sollte.

LIGA & POKAL: noch gut (2-)

In der Liga liegt die Borussia zur Halbzeit auf Kurs Richtung Saisonziel: Als Dritter ging der Titelverteidiger in die Winterpause und trotzdem machte sich in den letzten Wochen bei den Schwarz-Gelben berechtigterweise das Gefühl breit, dass noch viel mehr drin gewesen wäre. In der Hinrunde verspielte der Meister durch viele Unentschieden viele Punkte und kann jetzt zwar als Dritter mit der Platzierung zufrieden sein, der Rückstand von zwölf Punkten auf Bayern München ist aus BVB-Sicht allerdings zu groß. Im Pokal lief es für die Borussia bislang gut - doch jetzt warten im Viertelfinale ebenfalls die Bayern.

CHAMPIONS LEAGUE: sehr gut (1)

Es war die Hammergruppe, in die Borussia Dortmund gelost wurde. Mit Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam erwischte der Meister drei andere Meister von Format - und erledigte die Aufgabe perfekt. Ohne Niederlage marschierte der BVB durch die Gruppe und lieferte dabei tolle Spiele wie das 1:1 bei Manchester City, den 2:1-Sieg gegen Real oder den 4:1-Auswärtserfolg in Amsterdam ab. Mit den Vorstellungen erspielten sich die Dortmunder sogar den Status eines Geheimfavoriten für die Königsklasse - und wurden von Trainergrößen wie Jose Mourinho oder Sir Alex Ferguson für ihre offensive Spielweise gelobt.



UNTERHALTUNG: voll gut (2+)

Als Tabellenführer ist der Unterhaltungsfaktor automatisch noch ein Stück größer, doch auch in der Saison 2012/13 konnte der BVB phasenweise mit seiner Spielweise begeistern. Spiele wie der Sieg in Amsterdam, der Heimerfolg gegen Real oder zuletzt das 5:1 im Pokal gegen Hannover werden den schwarz-gelben Anhängern noch länger in Erinnerung bleiben. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist die Borussia vor der Winterpause wieder zu der Mannschaft geworden, die den Gegner mit viel Ballbesitz und starken Kombinationen dominiert. Und das gefällt jedem Fußballfan.

TRANSFERMARKT: noch gut (2-)

Eine Verstärkung und viele Ergänzungen holte Dortmund vor der Saison. Dass Marco Reus dem Meister sofort weiterhilft, war keine große Überraschung, denn immerhin handelte es sich um Deutschlands Fußballer des Jahres. Mit 17 Millionen Euro Ablöse war Reus kein Schnäppchen, doch er machte genau dort weiter, wo er in der Vorsaison in Gladbach aufgehört hatte. Mit sechs Toren und sechs Vorlagen in der Liga spielte er eine ganz starke Hinserie und überzeugte sofort. Das gilt noch nicht für die anderen Neuen: Julian Schieber, Leonardo Bittencourt, Oliver Kirch und Mustafa Amini wurden als Ergänzungen für den Kader geholt und konnten bei ihren wenigen Einsätzen noch nicht beweisen, dass sie mehr als Ergänzungsspieler sein können. Eine echte positive Überraschung war bei den BVB-Transfers nicht dabei.



TRAINER & UMFELD: noch sehr gut (1-)

Jürgen Klopp ist als Trainer bei Borussia Dortmund weiterhin unumstritten. Die Mannschaft setzt weiterhin die Vorstellungen des Coaches auf dem Platz gut um und als Außenstehender hat man das Gefühl, dass Team und Trainer eine echte Einheit bilden. Dass es Kritik wegen der emotionalen Äußerungen des Trainers nach Niederlagen gegeben hat, ist eher ein Randaspekt, denn es geht eigentlich nur um die Arbeit, die Klopp bei den Schwarz-Gelben geleistet hat - und die ist einfach gut.

Bei den Fans genießt Klopp nicht nur wegen der drei geholten Titel in den vergangenen zwei Jahren hohes Ansehen und Borussia Dortmund ohne Klopp ist im Moment nicht denkbar.

Die Erfolge der jüngsten Vergangenheit haben den Verein auch finanziell wieder so weit nach vorne gebracht, dass Transfers wie der von Marco Reus ohne großes Risiko durchgeführt werden können. Auch das ist ein positiver Punkt der Arbeit von Trainer Jürgen Klopp.

Für ein wenig Dissonanzen sorgte zuletzt das Verhältnis zwischen Ultras und dem Klub, die beim Sicherheitskonzept der DFL nicht einer Meinung waren.

DER BEGEHRTE
DER SOUVERÄNE
DER UNZUFRIEDENE


GESAMTNOTE: voll gut (2+)

Borussia Dortmund spielt bislang eine gute Saison. Durch die zwei Meisterschaften und den Pokalsieg sind natürlich auch die Ansprüche beim BVB und seinen Fans gestiegen. Deshalb ist der dritte Platz in der Bundesliga gut, aber nicht überragend, weil der Rückstand auf die Bayern schon sehr groß ist. Für die Leistung in der Champions League gibt es für die Schwarz-Gelben ein dickes Plus.

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