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„Sechs, setzen!“ Wer hat als Schüler diesen Satz nicht schon einmal gehört? Goal.com stellt das Zwischenzeugnis der Hinrunde aus. Heute ist Fortuna Düsseldorf dran!

Verein: Fortuna Düsseldorf
Bundesliga: Platz 13
DFB-Pokal: Aus im Achtelfinale

Zielsetzung: Nach dem großen Umbruch im Sommer mit 18 Neuzugägen ergab sich die Zielsetzung bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf von selbst: irgendwie die Klasse halten.

LIGA & POKAL: noch gut (2-)

Bislang sieht es in der Meisterschaft gut aus für Fortuna, die Mannschaft rangiert über dem Strich und damit im Soll. Highlights waren das 2:2 gegen Schalke nach 0:2-Rückstand, das 1:1 in Dortmund und das 4:0 gegen Frankfurt, das gezeigt hat: Die Qualität reicht für Liga eins. Rückschläge wie das 0:5 gegen die Bayern und das 1:4 gegen Wolfsburg haben Düsseldorf nicht aus der Bahn geworfen. Im Pokal gab es zum Auftakt ein 1:0 in Burghausen, danach setzte sich der Klub überraschend mit 1:0 im Derby gegen Mönchengladbach durch. Im Achtelfinale folgte allerdings kurz vor Weihnachten das überraschende Aus bei Kickers Offenbach (0:2).



UNTERHALTUNG: befriedigend (3)

In den Augen der Kritiker spielt Fortuna einen langweiligen Fußball und ist fußballerisch limitiert. Das mag stimmen, aber was will man von einem Aufsteiger erwarten? Dass er seine in der Bundesliga etablierten Gegner dominiert und an die Wand spielt? Das ist unrealistisch. Die Mittel, die die Mannschaft von Norbert Meier hat, setzt sie sehr gut ein. Das sieht zwar nicht spektakulär aus, ist aber oft genug erfolgreich. Unterhaltsam sind eher die Possen fernab des Sportlichen, etwa um Flop Andriy Voronin, die Klage gegen den Elfmeterpunktdieb und die Wut von Manager Wolf Werner auf Sky.

TRANSFERMARKT: gut (2)

Von 18 Neuzugängen kann natürlich nicht jeder spielen. Die, die zum Einsatz kommen, machen ihre Sache aber sehr gut. Da wäre zum Beispiel Torhüter Fabian Giefer, der aus Leverkusen kam und Österreichs Nationaltorhüter Robert Almer verdrängte. Giefer hat Düsseldorf mit spektakulären Paraden einige Punkte gerettet. In der Abwehr hat sich Ex-Bremer Leon Balogun als gute Alternative für Tobias Levels erwiesen. In der Offensive sind es vor allem Stefan Reisinger (kam aus Freiburg) und Dani Schahin (vorher Fürth), die überzeugen. Beide sorgen mit ihren Leistungen dafür, dass es keine Rolle spielt, dass Voronin nicht wirklich Lust auf Fortuna hat und lieber in der Diskothek Höchstleistungen abruft. Bei Axel Bellinghausen, Ur-Düsseldorf und aus Augsburg gekommen, ist noch Luft nach oben, Ronny Garbuschewski, Du-Ri Cha und Nando Rafael spielen zwar ab und zu, können die Erwartungen bislang aber nicht erfüllen.



TRAINER & UMFELD: gut (2)

Trainer Norbert Meier und Manager Wolf Werner haben Düsseldorf aus der dritten Liga zurück in die Bundesliga geführt. Viele dachten, der Umbruch im Sommer würde in die Hose gehen. Danach sieht es zum Ende der Hinrunde allerdings überhaupt nicht aus, die meisten Transfers haben sich bezahlt gemacht. Dazu kommt, dass Meier in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt hat, dass er junge Spieler entwickeln kann. Maxi Beister etwa kam als Leihspieler, dessen Potenzial unbekannt war, im Jahr 2010 von Hamburg nach Düsseldorf. Als er im Sommer 2012 zurück an die Elbe wechselte, war er ein gestandener Profi-Spieler. Einzig in Sachen Außendarstellung gibt es Verbesserungsbedarf, will der Klub nicht den Ruf eines Karnevalsvereins bekommen. Fortuna hat in der Hinrunde für einige Eskapaden gesorgt, die man sich hätte sparen können. Allerdings, so sagte Meier, seien er und Werner "emotionale Wildsäue". Vielleicht bleibt also alles beim Alten.

DER FLOP
DER RETTER
DAS TALENT


GESAMTNOTE: gut (2)

Mehr als ein Platz über dem Strich kann man angesichts der Voraussetzungen nicht erwarten. Fortuna Düsseldorf hat beste Chancen, sich dauerhaft im Oberhaus zu etablieren.

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