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Stuttgart-Manager Fredi Bobic: Wir müssen die Strukturen ändern
Der frühere Topstürmer will das Geschäftsmodell des VfB längerfristig ändern, in Zukunft auf Millionen-Gehälter verzichten und Trainer Labbadia unbedingt halten.
Stuttgart. Fredi Bobic, Manager des VfB Stuttgart hat sich einem Interview mit der Bild-Zeitung über die schwierige Situation des VfB Stuttgart geäußert. Den ungünstigen wirtschaftlichen Bedingungen müsse mit einer Änderung der Strukturen begegnet werden. Leistungsträger will Bobic aber halten – ebenso wie Trainer Bruno Labbadia.„Wir werden keine Vier- oder Fünf-Millionen-Gehälter mehr aufbieten“
Angesichts eines gerade verkündeten Jahresverlustes von ca. zehn Millionen Euro müssen die Schwaben sparen, wollen aber laut Bobic ein gesundes Gehaltsniveau, d.h. nicht mehr als 50 Prozent des Umsatzes halten: „Wir werden keine Vier- oder Fünf-Millionen-Gehälter mehr aufbieten, das wird der VfB Stuttgart erst mal nicht mehr stemmen können.“
Ziel müsse es sein, das Geschäftsmodell des VfB dahin zu verändern, dass man ohne Spielerverkäufe auskommt. „Du wirst immer mal Spieler verlieren, weil zum Beispiel wie bei Sami Khedira Real Madrid anruft. Aber Ziel muss es sein, einen Spieler nicht ausschließlich wegen der Wirtschaftlichkeit gehen lassen zu müssen.“
Man müsse den schmalen Grat verlassen, den die Abhängigkeit von Spielerverkäufen darstelle. „Du musst die Strukturen ändern. In der Mannschaft, im Verein, die Einnahmen, vielleicht kriegen wir ja mal noch mehr über das Sponsoring.
Labbadia soll verlängern
Einer der Stützpfeiler der nächsten Jahre wäre Trainer Bruno Labbadia, dessen im Sommer auslaufender Vertrag verlängert werden soll. „Seine Arbeit ist absolut top. Was er in den zwei Jahren geleistet hat, seit er da ist, ist phänomenal.“ Labbadia hatte im Dezember 2010 den Trainerposten übernommen und die Schwaben innerhalb eines Jahres von einem Abstiegsplatz in die Europa League geführt.
Angst, dass Labbadia zu einem Konkurrenten wechselt hat Bobic derzeit nicht: „Er hat mir persönlich gesagt, dass sein Ansprechpartner Nr. 1 der VfB ist.“ Mit guten Argumenten soll der Fußballehrer zu einer Verlängerung bewegt werden: „Er muss sich keine Gedanken machen muss, dass er hier rausfliegt, wenn er mal zwei Spiele verliert. Das ist sicher auch schon viel wert in der Bundesliga“
Leistungsträger Serdar Tasci, dessen Vertrag noch bis 2014 läuft, soll zudem vorzeitig verlängern. Gespräche mit dem Abwehrspieler werden im Sommer geführt. Einen Verkauf aus wirtschaftlichen Gründen schloss Bobic allerdings aus. „Er ist unser Kapitän, ein wichtiger Spieler.“
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