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In vergangenen Sommer mussten die Fohlen eine Vielzahl an Abgängen verkraften. Der Manager wurde auf dem Transfermarkt tätig und konnte die Lücken schließen.

Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl schaut zufrieden auf das bald endende Kalenderjahr 2012 zurück. Nach den Erfolgen der letzten Saison steht die Borussia in der Winterpause dieser Saison auf Platz acht in der Bundesliga und hat die Zwischenrunde in der Europa League erreicht. Im Sport1-Interview bezieht Eberl Stellung zur Leistung der Hinrunde, dem personellen Umbruch und der ergebnisorientierten Spielweise der Borussia.

Eigenlob für Transferpolitik

Mit Luuk de Jong, Granit Xhaka und Alvaro Dominguez wurden europaweit begehrte Talente verpflichtet, um die Abgänge von Marco Reus, Dante und Roman Neustädter zu kompensieren. „Clever wirtschaften, junge Talente entdecken und auch durch Spielerverkäufe Geld verdienen“, beschreibt der Manager seine Strategie. „Das ist uns, das bisschen Eigenlob sei erlaubt, bislang ganz gut gelungen.“

„Für Attraktivität kannst Du Dir am nächsten Tag nichts kaufen“

Nach einem holprigen Saisonstart konnte sich die Borussia aus Mönchengladbach stabilisieren und bis auf einen Zähler an die internationalen Ränge heranrücken. Die Zwischenrunde der Europa-League wurde als Gruppenzweiter vorzeitig erreicht.

Während die Mannschaft von Trainer Lucien Favre vor der Saison von Jürgen Klopp und Jupp Heynckes noch zum Kreis der Titelanwärter gezählt wurde, vermissen Experten den rauschenden Offensivfußball der Vorsaison, der einem gewissen Pragmatismus gewichen ist: „Für die Attraktivität kannst Du Dir schon einen Tag später nichts mehr kaufen, aber die Punkte, die bleiben“, so Eberl.



Die Basis steht

Aufgrund der Abgänge dreier Schlüsselspieler und zeitintensiven Integration der ligafremden Neuverpflichtungen steht für Eberl aktuell das Ergebnis im Vordergrund. „Reus, Dante und Neustädter sind Führungsspieler in den drei besten Teams Deutschlands. Das zeigt, dass wir mit dem aktuellen Team und Rang acht etwas sehr Gutes erreicht haben. Es sind die Punkte die bleiben.“

Die Borussia baut auf ein Gerüst von erfahrenen Spielern wie Juan Arango, dem derzeit verletzten Filip Daems und Martin Stranzl, der seinen Vertrag noch in diesem Jahr um eine weitere Spielzeit bis 2014 verlängert hat. Während  De Jong seit Monaten verletzt ist und Xhaka von Thorben Marx aus der Startelf verdrängt wurde, hat sich zumindest Dominguez inzwischen stabilisiert. Kein Grund zur Panik für Max Eberl: „Wir haben eine Basis, die so gefestigt ist, dass die Neuen sich integrieren können. Das war immer unser Bestreben.“

Transferperioden auch für Manager und Sportdirektoren

Klaus Allofs´ Wechsel von Werder Bremen zum VfL Wolfsburg mitten in der Saison hat für einige Unruhe gesorgt. Eberl ist der Meinung, dass es auch für die sportliche Führung eines Vereins Transferperioden geben sollte: „Gerade als Manager nimmst Du Know-how mit, Du nimmst Kontakte mit, Du nimmst vielleicht sogar Gespräche mit. In Wirtschaftsunternehmen gibt es nicht umsonst dreimonatige Sperrfristen. Warum ist das im Fußball nicht möglich?“

Über seinen 2014 auslaufenden Vertrag habe man in Gladbach auch schon gesprochen. „Meine Arbeit ist nicht ganz unbemerkt geblieben“, so Eberl selbstbewusst.

EURE MEINUNG: Trägt die Transferpolitik von Eberl bei den Fohlen Früchte?

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