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Michael Ballack: „Hype um den Fußball wird immer größer“

Ballack hat seine Karriere nach 15 Jahren beendet. Nun zieht der Vize-Weltmeister von 2002 Bilanz.

Berlin. Im vergangenen Sommer beendete Michael Ballack nach 15 Jahren seine Fußballkarriere. Gegenüber dem Fußballkulturmagazin 11Freunde zieht Ballack nun Bilanz über seine Karriere. Er schaut auf positive Erinnerungen seiner Laufbahn, zeigt aber auch die negativen Seiten des Profigeschäfts auf.

Nach Stationen in Chemnitz, Kaiserslautern, Leverkusen, München und London kehrte der gebürtige Görlitzer Ballack im Sommer 2010 zu Bayer Leverkusen zurück. Für Ballack eine „Herzensangelegenheit“, die nach eigener Aussage allerdings zu einer nicht einfachen Zeit wurde: „Das Verhältnis zu Jupp Heynckes war vom ersten Tag an distanziert“, so Ballack. Die abnehmende Bedeutung seiner Person sei für ihn „eine große Enttäuschung“ gewesen.

„Ich hätte ohne weiteres drei, vier Jahre bei Bayern verlängern können“

Mit dem FC Chelsea stand er 2008 im Champions-League-Finale gegen Manchester United und gewann 2010 die Meisterschaft in England. Dennoch bezeichnet er sein letztes Jahr bei Bayern München als „am komfortabelsten“, da er zu der Zeit Kapitän der DFB-Elf war und „ein hohes Standing in einer Topmannschaft“ hatte. Seinen Vertrag habe er nicht verlängern wollen, da der Verein nicht auf einer Augenhöhe mit Manchester United oder dem FC Barcelona gestanden habe.

„Die Presse hat inzwischen eine enorme Macht über den Fußball gewonnen“

In seiner Karriere stand Michael Ballack auch stets im Blickpunkt der Medien, insbesondere auch als sich Ballacks Laufbahn dem Ende näherte. Den Medien gibt der 36-Jährige „eine Mitschuld“ an seiner Wahrnehmung in der Nationalmannschaft nach der WM 2010, die er verletzungsbedingt verpasste und nach der er nicht mehr von Joachim Löw nominiert wurde. Desweiteren glaube er, dass die Profis heutzutage das mediale Echo fürchten würden.

Ballack zieht Bilanz

Obwohl Ballack unter anderem viermal Deutscher Meister, einmal Englischer Meister und dreimal Pokalsieger in Deutschland und England wurde, gilt seine Karriere in der öffentlichen Wahrnehmung als unvollendet. Ballack tritt diesem Ruf entgegen: „Titel werden manchmal auch überschätzt.“ Bei Spielern wie Johann Cruyff oder Luis Figo denke man auch nicht zuerst an die Titel, die sie gewonnen haben, sondern was „sie auf dem Rasen dargestellt haben“. So hofft er als „besonderer Fußballer“ in Erinnerung zu bleiben.

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