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Das Jahresende ist der Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen. Das tut auch der Chef des Hamburger SV, der sich versöhnlich gibt.

Hamburg. Carl-Edgar Jarchow, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV, zieht zum Ende der Bundesliga-Hinrunde ein gemischtes Fazit. Mit Blick auf die sportlichen Leistungen ist der 57-Jährige zufrieden, aber nicht euphorisch. In finanzieller Hinsicht ist die Lage des sechsmaligen Deutschen Meisters dagegen angespannt.

Sportliche Ausbeute zufriedenstellend

Nach drei Niederlagen zum Bundesliga-Start und dem Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten Karlsruher SC haben sich die Norddeutschen seit September stabilisiert. Nach 17 Spieltagen belegt das Team von Trainer Thorsten Fink mit 24 Punkten Rang zehn. Der Rückstand auf einen Europa-League-Platz beträgt zwei Punkte. Angesichts dieser Bilanz ist auch der Vorstand nicht unzufrieden: „Ich schlafe besser als vor einem Jahr. Natürlich mache ich mir Gedanken. Sorgen aber nicht“, wird Jarchow in der Bild zitiert. Trotz des 0:3 in Leverkusen am vergangenen Wochenende könne man „mit 24 Punkten zufrieden sein. Mehr aber auch nicht.“

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Schlüsselspiele der Hinrunde

Für den FDP-Politiker waren vor allem der Transfer von Rafael van der Vaart und die wichtigen Heimsiege gegen Borussia Dortmund und Hannover 96 der Schlüssel für die Kehrtwende. Negativ ist beim Vorstandsvorsitzenden das 0:2 in Düsseldorf im November in Erinnerung geblieben: „Das Spiel gab uns die Erkenntnis, dass wir es nicht hinbekommen, über einen längeren Zeitraum stabil zu spielen.“

Dauerhaft in den roten Zahlen

Die Finanzlage ist bei den Hanseaten deutlich angespannter. Das vergangene Geschäftsjahr wurde zum wiederholten Mal mit einem Minus abgeschlossen. Auch 2012/13 wird der HSV rote Zahlen schreiben, wie Jarchow einräumt: „Durch den Kauf von unter anderem Rafael van der Vaart werden wir auch das kommende Geschäftsjahr nicht mit einer schwarzen Null beenden. Klar ist aber: Wir können nicht jedes Jahr ein Minus machen.“

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