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Neues Selbstbewusstsein im Ruhrgebiet: Der BVB-Boss äußerte sich zu Ex-BVBler Nuri Sahin, Riesentalent Mario Götze und „Weltklasse“-Keeper Roman Weidenfeller.

Dortmund. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schließt eine Rückkehr von Nuri Sahin zum deutschen Meister nicht aus. Außerdem sieht der 53-Jährige eine positive Entwicklung seiner Mannschaft in der Champions League und glaubt an einen langfristigen Verbleib von Mario Götze. Roman Weidenfeller attestiert er Weltklasse-Format.

„Keiner ist jetzt glücklicher als vorher“

„Ich habe ihm gesagt: Wenn er zu mir kommt und sagt, er will nichts anderes, als in Dortmund zu spielen, dann beschäftigen wir uns mit dem Thema. Aber es muss realisierbar sein“, erklärte Watzke im Interview mit der Sport Bild zu einem möglichen Sahin-Transfer. Allerdings kann er sich nicht vorstellen, dass Real Madrid angesichts des neuen Stellenwerts des BVB in Europa Interesse daran hat, die Dortmunder weiter zu verstärken.

Verwundert über die Rückkehrspekulationen um ehemalige Stars wie Sahin und Barrios ist der Geschäftsführer nicht: „Das ist genau das, was wir unseren Spielern sagen: Welcher Spieler, der uns verlassen hat, ist denn jetzt glücklicher als vorher? Kagawa? Sahin? Barrios? Keiner!“

Vor dem Spiel ein Foto von van Persie

Das neue Selbstbewusstsein im Ruhrgebiet rührt auch aus dem positiven Abschneiden in der Champions League in dieser Saison. „Im ersten Jahr haben unsere Spieler das vielleicht auch ein wenig zu touristisch gesehen. Ein Spieler hat in London eine Stunde vor dem Spiel ein Foto von Robin van Persie gemacht. Da wusste ich, das wird nichts“, beschrieb Watzke die Fehler des letzten Jahres.

Dabei betonte er aber, wie wichtig diese Erfahrung für die Entwicklung der Mannschaft war: „Wer Kinder hat und denkt, er kann die vom Kindergarten direkt aufs Gymnasium schicken, der wird Schiffbruch erleiden. Unsere Mannschaft hat die Champions League gelernt.“

Erste Elf gleichauf mit Bayern

Nicht nur in der Champions League setzt der Dortmunder Macher weiter auf eine fortlaufende Verbesserung, auch in der Bundesliga will man längerfristigen Erfolg. Dafür müsse man allerdings den Kader in der Breite verbessern: „Wenn wir uns dauerhaft stabilisieren wollen, müssen wir uns - ganz allgemein betrachtet - auf den Plätzen 12 bis 18 im Kader noch verbessern. Bei der ersten Elf sehe ich Bayern nicht besser. Dahinter schon.“

„Götze kann auch unser Platzwart trainieren“

 Ein wichtiger Baustein für die Zukunft ist Mario Götze, der für 2013 angeblich eine Ausstiegsklausel für 37 Millionen Euro in seinem Vertrag stehen hat. „Wir sagen zu Vertragsinhalten nichts. Mario sagt, er wird den Verein in absehbarer Zeit nicht wechseln. Sein Management sagt das auch. Und wir würden ihn nicht abgeben“, wiegelte Watzke ab.

Über die weitere Entwicklung des Mittelfeldspielers macht sich der Geschäftsführer keine Sorgen: „Das ist ein Jahrhundert-Talent. Den kann auch unser Platzwart trainieren, da wäre er auch gut geworden. So wie Franz Beckenbauer damals bei Bayern.“

Weidenfeller hat Weltklasse-Format

Angesprochen auf die aktuelle Diskussion um Roman Weidenfeller lobte Watzke seinen Torhüter, hielt sich aber mit konkreten Forderungen zurück. „Ich finde die Diskussion gut und richtig. Das Problem ist, dass wir das nicht entscheiden. Joachim Löw dürfte wissen, dass wir in Dortmund einen Torhüter von Weltklasse-Format haben“, sagte er.

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