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Mario Gomez möchte in dieser Saison um jeden Preis die Meisterschale holen. Mit der Rolle als Joker komme er gut klar.

München. Mario Gomez verpasste aufgrund einer Sprunggelenksverletzung den Großteil der Hinrunde. Seit seiner Rückkehr erzielte der Stürmer bereits drei Tore in sechs Einsätzen, zuletzt traf er beim 2:0-Sieg des FC Bayern München über den  FC Augsburg. Im Gespräch mit der Bild sprach der Stürmer über die Saisonziele des Rekordmeisters, seine Rolle als Joker und den Tor-Rekord von Lionel Messi.

Bayern ist Meister 2012/13

Mit 41 Punkten aus 16 Spielen und einem Vorsprung von 11 Zählern auf den zweitplatzierten Bayer 04 Leverkusen sicherten sich die Bayern derart souverän die Herbstmeisterschaft, dass sie ein Wettanbieter bereits vorzeitig zum Meister kürte. „Ich finde, das machen die etwas früh. Und ich nehme die Glückwünsche nicht an“, zeigt sich Gomez zurückhaltend. Seine Begründung: „Genauso wie wir es geschafft haben, einen so großen Vorsprung zu erspielen, genauso kann man diesen auch wieder verspielen. Wir wissen, dass wir in der Rückrunde genauso konzentriert spielen müssen.“ Laut Gomez könne man sich „nur selbst stoppen.“

Verletzung sorgt für Sinneswandel

Die Freude über die Rückkehr auf den Rasen sei beim 27-Jährigen groß: „Ich spüre so eine Gier, unbedingt auf den Platz zu wollen. Ich freue mich über jeden Einsatz.“ Seit seiner Verletzung habe bei Gomez ein Sinneswandel stattgefunden: „Früher habe ich versucht, in 15 Minuten die Welt einzureißen, war nicht frei im Kopf. Jetzt bin ich völlig frei von jeglicher Erwartungshaltung.“ Der Gewinn der Meisterschaft hat für den Stürmer nun oberste Priorität: „Ich habe einfach das riesengroße Ziel vor Augen, Meister zu werden. Wenn ich am Saisonende noch zehn Joker-Einsätze mehr habe – und wir Meister sind – dann bin ich auch glücklich.“

Mario Gomez: „Wir haben drei Stürmer da vorne, die alle immer in der Lage sind ein Tor zu machen.“

Gutes Verhältnis zu Konkurrenten

Mit Mario Mandzukic und Claudio Pizarro gibt es für Gomez starke Konkurrenz im Sturm der Bayern. Dennoch verstehe er sich „sehr gut mit den beiden.“ Und weiter: „Ich glaube, für die Mannschaft ist es ein unheimlich gutes Gefühl zu wissen: Wir haben drei Stürmer da vorne, die alle immer in der Lage sind ein Tor zu machen.“

Bundesliga hat „Priorität“

Als Sieger der Gruppe F qualifizierte sich der FC Bayern für das Achtelfinale der Champions League. Der große Vorsprung in der Bundesliga sei dennoch kein Vorteil für die Königsklasse. „So zu denken, wäre ein Fehler. Wir müssen in der Bundesliga genauso konzentriert sein“, erklärt Gomez. Die Champions League bleibe zwar „als Traum, als Ziel bei jedem Spieler“ aber: „Priorität hat absolut die Bundesliga.“

„Messi nicht von diesem Planeten“

Mit seinem 86. Treffer im Jahr 2012 gelang es Lionel Messi am vergangenen Wochenende, den 40 Jahre alten Torrekord von Gerd Müller zu brechen.  Gomez zeigte sich von beiden Akteuren begeistert: „Der Bomber ist eine Legende und wird es immer bleiben. Messi ist nicht von diesem Planeten.“ Es sei aber nicht möglich zu sagen, wer der Bessere von den beiden ist: „Ich habe mich sehr gefreut, dass er den Rekord geschafft hat. Aber man kann beide nicht vergleichen.“

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