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Seit nun mehr zwei Jahren ist Bruno Labbadia Trainer in Stuttgart. Zeit für ein kleine Bilanz, die er in einem Interview zieht und über das Erreichte spricht.

Stuttgart. Bruno Labbadia ist seit zwei Jahren Trainer des Bundesligisten VfB Stuttgart. In einem Interview sprach er nun über den Job eines Trainers und über die Auswirkungen seiner berühmt gewordenen Rede gegen Zuschauer und Presse im Oktober.

Ein Ziel erreicht

Am Mittwoch jährt sich sein Amtsantritt beim VfB Stuttgart zum zweiten Mal. In den zurückliegenden 20 Jahren gelang dieser Geburtstag lediglich drei Trainern beim VfB. Damit hat Labbadia eines seiner Ziele erreicht, wie er in einem Interview mit der Bild erläuterte: „Im Ernst: Das war tatsächlich eines meiner Ziele, als ich hier angefangen habe, in diese Region mit aufzuschließen.“

Damit überrage er die durchschnittlich Amtszeit eines Übungsleiters in der Bundesliga um einige Monate: Während die Haltbarkeit in Führungspositionen der Wirtschaft bei „durchschnittlich fünf Jahren“ liegt, liegt sie bei „einem Bundesligatrainer bei 12 oder 13 Monaten.“

Labbadia: „Man braucht auch ein unglaubliches Selbstwertgefühl als Trainer.“

Innere Stärke eines Trainers wichtig

In der Hinrunde ist der 46-Jährige vor allem durch seine Wutrede aufgefallen („Die Trainer sind nicht die Mülleimer von allen."). Nach der Rede wurden die Spiele genau beobachtet, auch vom Trainer selbst, der aber froh war, dass „wir danach gute Ergebnisse geholt haben. Aber ich weiß auch, wie wir gearbeitet haben. Soll ich auf einmal ein schlechter Trainer sein, weil wir uns gegen Molde 15 Torchancen erarbeiten und keine nutzen? Aber so etwas kann je nach Situation die Entlassung eines Trainers bedeuten. Du brauchst eine innere Stärke, um dich von der öffentlichen Meinung nicht so beeindrucken zu lassen.“

„Früher wollte ich alles selbst machen“

„Man braucht auch ein unglaubliches Selbstwertgefühl als Trainer, das darfst du nicht verlieren! Man versucht einen Trainer zwischendrin gerne mal zu enteiern. Aber ohne Eier kannst du kein guter Trainer sein“, so der ehemalige Nationalspieler. Wichtig sei für ihn außerdem, „in gewisser Weise unabhängig zu sein“, denn man selbst muss sagen können: „‚Dann lasst es. Ich bin der Beste im Moment, wenn ihr mich nicht wollt, dann ist es eben so.’ Ohne abzuheben, du musst von dir überzeugt sein, ohne zu meinen, alles zu wissen und zu können. Früher wollte ich alles selbst machen, aber das geht gar nicht. Dafür habe ich mittlerweile meine Leute.“

EURE MEINUNG: Was sagt ihr zu Bruno Labbadia und seine Zeit bei den Schwaben?

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