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Vor den Beratungen zum neuen Sicherheitskonzept haben die Fanforscher die massive Einflussnahme der Politik kritisiert.

Berlin. Unmittelbar vor den für Mittwoch angesetzten Beratungen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) über ein neues Sicherheitskonzept haben die Fanforscher Harald Lange und Gunter A. Pilz die massive Einflussnahme der Politik kritisiert.

Pilz: „Fans haben feines Gespür“

„Die Fans haben ein sehr feines Gespür für die aktuelle Situation, wo ein paar wild gewordene Innenminister meinen, angesichts bevorstehender Wahlen durch massive Drohgebärden noch mal punkten zu müssen“, kommentierte Pilz in der Mittwochausgabe der Tageszeitung neues deutschland.

Trotz alledem sieht das Mitglied der DFB-Kommission für Prävention und Sicherheit dem überarbeiteten Sicherheitskonzept positiv entgegen. „Es ist ein durchaus tragfähiges Konzept. Die DFL hat sich damit klar auf die Seite der Fans geschlagen“, so Pilz.

Zudem kommentierte das DFB-Mitglied die aktuelle Gewaltdiskussion und wies auf den Einsatz der Polizeistreitkräfte hin. „Ohne auch nur einen Funken entschuldigen zu wollen: Nicht nur die Chaoten unter den Fans tragen Schuld, sondern auch die Polizei sorgt durch falsche Strategien für eine Eskalation der Gewalt.“, fügte er hinzu.

Lange kritisiert Druck der Politik in Sicherheitsstreit

„Der Druck der Politik ist überzogen“, sagte der Professor für Sportwissenschaften an der Universität Würzburg der Nachrichtenagentur dapd. Die Gewaltproblematik im Fußball werde häufig aufgebauscht, die jüngsten Polizei-Statistiken seien nicht so eindeutig.

Der Leiter des Instituts für Fankultur, eines interdisziplinären Forscher-Zusammenschlusses, rief zugleich dazu auf, die Anhänger stärker in die Beratungen einzubinden.

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