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Eine halbe Stunde lang dominierte der BVB die Gäste in einer unaufgeregten Art und Weise. Dann sorgte eine Schiedsrichter-Entscheidung dafür, dass es hektisch und emotional wurde.

Dortmund. „Heute nicht“, waren die einzigen Worte, die die Spieler von Borussia Dortmund in der Mixed Zone nach der 2:3 (1:2)-Niederlage gegen den VfL Wolfsburgvon sich gaben. Nach einem aufwühlenden Spiel gegen die Niedersachsen sollten und wollten sich die BVB-Kicker nicht noch um Kopf und Kragen reden. Denn als erstes wäre garantiert gefragt worden, wie die Borussen die Leistung von Schiedsrichter Wolfgang Stark gesehen hatten. Und deshalb bekam die Dortmunder Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp die Ansage, nicht mit der Presse zu reden.

Entscheidende Szene

Die Dortmunder schwiegen, die eigentlich unterlegenen Wolfsburger freuten sich eher zurückhaltend über die unerwarteten drei Punkte – und Schiedsrichter Stark redete. „Es war leider ein Wahrnehmungsfehler von mir“, sagte der Unparteiische aus Bayern zur Szene aus der 35. Minute, die dem Spiel eine entscheidende Wende gab. Bei einem Schuss von Bas Dost klärte BVB-Linksverteidiger Marcel Schmelzer die Kugel von der Linie. Und das nach Meinung von Stark mit der Hand, was zum Platzverweis für Schmelzer und zum Elfmeter für Wolfsburg führte.

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Ist leider passiert“

„Im Spiel war eigentlich für mich das Handspiel auf der Torlinie klar, was zum Strafstoß und der Roten Karte führt. Die Bilder sprechen leider eine andere Sprache. Es tut mir natürlich leid. Das darf eigentlich nicht passieren, ist leider passiert“, gestand Stark hinterher. Nach einer von den Dortmundern dominant geführten ersten halben Stunde brachte die Entscheidung die Gäste auf einmal in die Partie und zum Ausgleich. Dass die BVB-Fans die Situation ganz anders als der Schiedsrichter – und damit richtig – gesehen hatten, verschärfte die Stimmung im Stadion mit einem Mal.

Kein gutes Zeichen

Auch der Freistoß zum Wolfsburger 2:1 resultierte aus einem diskussionswürdigen Handspiel von Mats Hummels – und in der zweiten Halbzeit verlor der Schiedsrichter völlig seine ruhige Linie und ging zu kleinlichen Pfiffen wie beim Dortmunder Elfmeter über, verteilte zweifelhafte Freistöße auf beiden Seiten und zog sich weiterhin den Zorn der Zuschauer zu. Es ist kein gutes Zeichen für die Leistung des Unparteiischen, wenn ihn nach dem Schlusspfiff der Ordnungsdienst mit aufgespannten Regenschirmen vor Wurfgeschossen schützen will – die allerdings nicht mehr flogen.

Mit dem Gegner angelegt

Dafür flogen auch noch zwischen den beiden Teams nach dem Abpfiff die Funken. BVB-Torwart Roman Weidenfeller hatte einen zweiten Spielball in der Schlussphase gleich zwei Mal in die Wolfsburger Bank gedroschen – und wurde dafür von den „Wölfen“ zur Rede gestellt. Der Keeper entschuldigte sich und damit war die Sache erledigt. Etwas undurchsichtiger war für Wolfsburgs Trainer Lorenz-Günther Köstner, warum Dortmunds Trainer Jürgen Klopp auf ihn nach dem Schlusspfiff sauer war und ihn auch noch einmal in der Mixed Zone angiftete.

Ein ruhiger sonniger Nachmittag endete in einem aufgeregten Durcheinander. Und nur Klopps Maulkorb und die Entschuldigung von Schiedsrichter Stark sorgten schließlich dafür, dass die Emotionen eine Stunde nach Spielschluss endlich abkühlten.

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