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Nach einem holprigen Start in die Liga hat sich ter Stegen nach schwächeren Auftritten zuletzt wieder gefangen. Er will Konstanz und sich wieder in Löws Fokus spielen.

Mönchengladbach. Für Marc-Andre ter Stegen von Borussia Mönchengladbach geht eine turbulente Hinrunde zu Ende. Schon jetzt hat er ein Tor mehr bekommen als in der gesamten vergangenen Saison. Der Shootingstar von 2011/12 fiel durch ungewohnt viele Fehler auf, in den letzten beiden Ligaspielen gegen den FC Schalke 04 und den VfL Wolfsburg konnte er nun wieder eine verbesserte Leistung zeigen. Daran möchte er anknüpfen und sich dauerhaft wieder in den Fokus der deutschen Nationalmannschaft spielen.

Der Sieg ist das Wichtigste

„Ich spiele am liebsten zu null“, sagte ter Stegen im Interview mit dem Kicker und sprach damit wohl allen Schlussmännern aus der Seele. „Wenn wir aber wie in Hannover, 3:2 gewinnen, ist es mir egal. Gewinnen bleibt das Entscheidende. Außerdem denke ich, wir haben in der Defensivarbeit einen Schritt nach vorne gemacht“, resümierte der Torhüter. Auch seine Leistung hatte sich zum Schluss wieder stabilisiert. „Ich weiß, dass es Spiele gab, in denen Fehler drin waren oder ich nicht den sichersten Eindruck hinterlassen habe. Ich wollte trotzdem meine Spielweise durchziehen. Dafür wurde ich zuletzt belohnt.“

„Es passt wieder“

Jetzt blickt Marc-Andre ter Stegen nach vorn: „Es passt wieder, darüber bin ich glücklich. Jetzt muss ich Konstanz reinbringen.“ Auch in der schwierigen Zeit zu Beginn dieser Spielzeit, wollte der Torhüter nicht auf seine schwierigen Pässe zur Spieleröffnung verzichten: „Sicherlich war auch mal die falsche Entscheidung dabei, aber die Entwicklung der letzten Spiele gibt mir recht. Ich sehe keinen Grund, an meiner Spielweise etwas zu ändern.“ Dass es nicht die gesamte Zeit so weitergehen konnte, war ihm allerdings schon vorher klar: „Ich war darauf vorbereitet, dass es nicht nur steil nach oben geht, sondern irgendwann ein kleiner Knick kommen könnte.“

Lehrreiche Zeit

„Vielleicht war es zu einem frühen Zeitpunkt der Karriere gar nicht schlecht, auch Niederschläge mitzuerleben. Wichtig ist die Erfahrung, dass ich mich aus solchen Phasen raus kämpfen kann. Und zu wissen, dass alle bei Borussia, Verein und Fans, dann hinter mir stehen“, fuhr er fort und hat für sich den Schluss gezogen: „Ich erkenne, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Genauso analysiere ich auch, was gut in meinem Spiel war. Perfekt ist niemand, nur darf man nicht in Selbstzweifel verfallen.“

DFB-Elf noch immer das Ziel

Dass er nicht für die Euro 2012 nominiert wurde und jüngst Rene Adler wieder zur Nationalmannschaft eingeladen wurde, stellt für ter Stegen kein Problem dar: „Natürlich wäre ich gerne dabei gewesen. Obwohl ich mich grundsätzlich auf meine Leistung konzentriere und weniger auf andere Torhüter schaue, habe ich auch mitbekommen, dass René Adler sehr gut gehalten hat. Daher fand ich seine Nominierung gerechtfertigt.“ Seine nächsten Ziele sind klar: „Ich will bei Borussia zeigen, was ich drauf habe, und mich wieder in den Fokus für die Nationalmannschaft spielen. So wie es die beiden letzten Wochen lief, sieht es auch wieder besser aus.“

 

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