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Rene Adler hat durch die Nominierung für die DFB-Elf neues Selbstbewusstsein getankt und freut sich auf einen fairen Kampf mit Manuel Neuer.

Hamburg. Durch seine erste Nominierung für die Nationalmannschaft seit über einem Jahr hat Rene Adler neues Selbstbewusstsein getankt. Seine Herangehensweise an das Duell mit Bayern Münchens Manuel Neuer hat sich jedoch stark verändert. Die lange Verletzungspause hat den Torwart des Hamburger SV reifen lassen.

Adler will spielen

Beim Testspiel gegen die Niederlande stand Rene Adler erstmals wieder im Kader der deutschen Nationalmannschaft, musste sich jedoch mit dem Platz auf der Bank begnügen. Eine Rolle, mit der Adler auf Dauer nicht zufrieden ist, wie er im Audi Star Talk erklärte: „Am liebsten bin ich die Nummer Eins. Ich will spielen. Ich werde trainieren, um Taten folgen zu lassen.“

Dabei ist dem Schlussmann klar, wie sich die Situation verändert hat. Sein Konkurrent Manuel Neuer erhält von vielen das Attribut „Weltklasse“. „Neuer hat sich über Jahre einen Status erarbeitet. Er ist zu einem der besten Torhüter der Welt gereift“, räumt auch Adler ein.

Nach Verletzung gereift

Diese Einsicht ist ein Zeichen der Reife, die Adler nach seiner schweren Verletzung an den Tag legt. Auch er selbst sagt, dass sich sein Verhalten verändert habe: „Ich bin nicht mehr so verkrampft wie früher. Wir scherzen viel.“ Der gebürtige Leipziger will mit Leistung überzeugen und keinen Kampf führen, wie ihn in der Vergangenheit Oliver Kahn und Jens Lehmann ausgetragen haben: „Es bringt nichts, Stunk zu machen.“

In seiner Jugend sei er aufgrund seiner Ambitionen anders gewesen. „Ich war schon eigen, habe mich selbst gegeißelt. In der C- und B-Jugend wollte ich mich vorbereiten wie ein Profi. Beim Essen, beim Schlafen. Ich habe mir gesagt, du musst, du musst, du musst“, gesteht die ehemalige Nummer eins.

„Man muss auch mit Freunden rausgehen“

Heute sieht der 27-Jährige das anders und macht sich bereits Gedanken darüber, seinen Kindern ein ähnliches Schicksal zu ersparen: „Ich möchte auf jeden Fall Kinder. Meine Freundin hat immer gesagt, wenn sie deine Gene haben, werden sie keine Leistungssportler. Ich würde bei meinem Sohn darauf achten, dass er nicht den gleichen Weg geht, den ich ging. Mit 12, 13 Jahren muss man auch mal mit seinen Freunden rausgehen.“

EURE MEINUNG: Hat Adler das Zeug, Neuer zu verdrängen?

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