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Ralf Rangnick führte die TSG 1899 Hoffenheim in die Bundesliga und fordert nun einen „konsequenten Weg“ im Kraichgau.

Sinsheim. Bei der TSG 1899 Hoffenheim kehrt zurzeit keine Ruhe ein. Der ehemalige Trainer Ralf Rangnick, inzwischen bei RB Leipzig und Red Bull Salzburg als Sportdirektor beschäftigt, sieht grundsätzliche Probleme im Verein. Er fordert im Interview mit Sky Sport News HD einen „konsequenten Weg“ im Kraichgau. 

Mannschaft braucht Hilfe

„Ich wünsche dem Verein, dass mit der nächsten Trainerentscheidung wieder Ruhe einkehrt“, so der ehemalige Trainer der TSG im Interview mit Sky Sport News HD. Zudem forderte er, „dass man auch wieder einen Weg konsequent verfolgt.“ Im Moment geht es für Hoffenheim gegen den Abstieg aus der Bundesliga, keine leichte Situation für den selbsternannten Europa-Aspiranten.

Die Mannschaft hat „genug Qualität“, um sich wieder nach oben zu kämpfen, dazu brauche sie aber ganz offensichtlich Hilfe: „Wenn man das letzte Spiel gegen Bremen gesehen hat, von alleine kommt sie nicht da unten raus“, analysiert Ralf Rangnick.

„Fans fragen sich, wofür steht eigentlich Hoffenheim, wer wollen wir sein“

Von 2000 bis 2010 hat der Verein zwei Trainer beschäftigt. Zuerst kam der jetzige Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft Hansi Flick in den Kraichgau, danach hatte Ralf Rangnick die Verantwortung. Nun steht mit Frank Kramer, nach Marco Pezzaiuoli, Holger Stanislwaski und Markus Babbel bereits der vierte Cheftrainer innerhalb von anderthalb Jahren an der Seitenlinie. Das macht es „enorm schwer“, einen roten Faden durchzuziehen.

Zudem schlagen sich die „verschiedenen Kurswechsel“ auf die Zuschauerzahlen nieder und „das ist ja das eigentlich bedenkliche, neben der Tabellensituation. Es hat sicher auch damit zu tun, dass die Fans sich fragen, wofür steht eigentlich Hoffenheim, wer wollen wir sein.“

Zu Beginn der Saison wurden erfahrene Spieler wie Tim Wiese, Mathieu Delpierre oder Chris nach Hoffenheim gelotst. Zu den Verpflichtungen meinte Rangnick in dem Interview: „Das waren sogenannte erfahrene Spieler, doch von denen spielt praktisch keiner, sind aber dennoch im Kader. Dass das dann zu Verschiebungen im Kader, in der Atmosphäre sorgt, ist normal.“ Diese Störungen seien für die jungen Spieler jedoch nicht von Vorteil, so der 54-Jährige weiter.

Rangnick: Hoffenheim muss „jetzt mal einen Weg konsequent gehen“

Hoffenheim soll auf junge Spieler setzen

Der Red Bull-Sportdirektor empfiehlt dem Bundesligisten, „jetzt mal einen Weg konsequent zu gehen“ und erklärt diese Idee mit der eigenen Erfahrung aus dem Kraichgau: „Je konsequenter Hoffenheim den Weg auf die jungen talentierten Spieler zu setzten gemacht hat, desto erfolgreicher waren wir.“

Frank Kramer wird die Mannschaft bis zur Winterpause betreuen. Als Topkandidat für die Nachfolge gilt Marco Kurz, aber auch Kramer selbst kann sich Hoffnungen auf den Chef-Posten machen, wie es Andreas Müller zuletzt bestätigte. Am Freitag muss die TSG beim Hamburger SV antreten, bevor am letzten Spieltag der Hinrunde der deutsche Meister Borussia Dortmund zu Gast ist.

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