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Trotz Minusbilanz ist die Stimmung am Main nicht schlecht nach einem schwierigen Geschäftsjahr. Die Gewaltdiskussion war auch auf der Jahreshauptversammlung präsent.

Frankfurt. Auf der Jahreshauptversammlung musste Bundesligist Eintracht Frankfurt ein Minus von 2,9 Millionen Euro für das abgeschlossene Geschäftsjahr bekannt geben. Trotzdem blicken die Verantwortlichen des Aufsteigers zuversichtlich in die Zukunft. Ein Bekenntnis zur Gewaltfreiheit schaffte es unterdessen nicht in die Satzung.

Deutliches Minus nach einem schwierigen Jahr

„Ein deutliches Minus“, nannte Eintracht-Präsident Peter Fischer die 2,9 Millionen Euro, die der Verein nach einem schwierigen Jahr als Verlust ausweisen musste. Insbesondere die neuen Steuerrückstellungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro störten den Geschäftsmann. „Ein politischer Angriff auf den Leistungssport in Deutschland.“

Den Schwerpunkt seiner Rede legte Fischer jedoch auf die anhaltende Sicherheitsdebatte im deutschen Fußball. Insbesondere mahnte der Präsident zur Sachlichkeit: „Ich möchte diejenigen, die von Bürgerkrieg im Stadion schreiben, mal für 48 Stunden nach Syrien schicken. Das ist Bürgerkrieg.“ Trotzdem dürften die Gefahren nicht missachtet und kleingeredet werden. „Pyro ist gefährlich und gehört sich nicht“, so Fischer.

Satzungsänderung vorerst gescheitert

Auf der Jahreshauptversammlung sollte ein ausdrücklicher Passus in die Satzung aufgenommen werden, in dem sich Verein und Mitglieder von Diskriminierung, Rassismus, Gewalt und insbesondere Pyrotechnik distanzieren. Dafür fand sich jedoch vorerst keine Mehrheit, Anfang des kommenden Jahres soll es deshalb nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben.

Der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen konzentrierte sich derweil auf die Errungenschaften des Vereins nach dem Abstieg 2011. Obwohl der Gang in die zweite Liga den Verein 11,1 Millionen Euro gekostet hatte, konnte man durch einen Kraftakt mit Weitblick und ruhiger Hand den höchsten Zweitligaetat aller Zeiten aufstellen und den sofortigen Wiederaufstieg schaffen. „Darauf kann der Klub stolz sein“, betonte Bruchhagen.

Doch auch der 64-Jährige konnte die Diskussion um Gewalt im Stadion nicht ignorieren und distanzierte sich klar: „Wer Eintracht Frankfurt liebt, ist nicht in der Lage zu Pyrotechnik, Gewalt und Rassismus. Und diese Gruppe hat keinen Platz in unserem Verein.“

Vettel erstes Mitglied auf Lebenszeit

Ein Höhepunkt der Mitgliederversammlung war der der Auftritt von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, der live aus Salzburg zugeschaltet wurde. Eintracht-Präsident Fischer nutzte die Gelegenheit, dem bekennenden Eintracht-Fan die erste lebenslange Mitgliedschaft anzubieten, die der sichtlich überraschte Heppenheimer unter dem Jubel der Mitglieder annahm.


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