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Der Geschäftsführer moniert die Entwicklung im Mutterland des Fußballs. Investoren kaufen sich Klubs und missachten das Financial Fairplay. Jedoch nicht mehr lange.

Dortmund. Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des amtierenden deutschen Meisters Borussia Dortmund, kritisiert die Fankultur auf der Insel sowie die wirtschaftliche Abhängigkeit vieler Vereine von wohlhabenden Privatpersonen.

Watzke als Verfechter der 50-plus-1-Regel

Der BVB-Boss hält an der Devise fest, dass die Mehrheit der Klub-Aktien nicht in der Hand von Investoren sein dürfe. Eine Regelung, die in England nicht existiert. Dort besitzen solvente Privatleute aus dem Ausland Vereine aus der Premier League. Ein Zustand, den Watzke im Gespräch mit der englischen Zeitung The Guardian anprangert.

„Ich bin ein bisschen romantisch, und das hier ist nicht romantisch. In England scheinen sich die Leute nicht zu kümmern – in Liverpool ist einem ein amerikanischer Investor als Klubbesitzer gerade recht“, sagte Watzke und fuhr mit den Worten fort, dass „die Deutschen aber romantisch sind. Sie wollen fühlen: das ist mein Klub, nicht der eines Besitzers aus Katar oder Abu Dhabi.“ Bekanntlich stammt der Besitzer von Manchester City, Scheich Mansour, aus besagtem Abu Dhabi. 

Finanzielle Stabilität soll gewahrt werden

Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Vereine ist jedoch das Hauptaugenmerk von Watzke. In der Bundesliga scheiterte im vergangenen Jahr die Änderung (auf Drängen von Hannover 96-Präsident Martin Kind) der 50-plus-1-Regel, die nur geringfügig modifiziert wurde. Watzkes Meinung wurde dabei von der breiten Masse der 36 Erst- und Zweitliga-Klubs geteilt. Sobald das Financial Fairplay ab 2015 aktiv ist, werden die relevanten Einnahmen und Ausgaben der letzten drei Jahre überprüft. Dabei müssen sich diese Summen decken. Dies sei für viele Premier-League-Klubs ohne Investoren nicht zu realisieren, ermahnte Watzke im Vorfeld der Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Manchester City.

„Chelsea hat die Champions League gewonnen. Aber Chelsea muss sich fragen: Was kommt nach Roman Abramowitsch“, gab Watzke zum Abschluss ein entsprechendes Beispiel. Der Russe besitzt den FC Chelsea.

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