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„Der Kaiser“ zollte vor dem Duell mit Borussia Dortmund dem Gegner Respekt. Die Akteure Reus und Götze bekamen dabei ein ganz besonderes Zeugnis ausgestellt.

München. Franz Beckenbauer hat den FC Bayern München im Vorfeld des Spiels gegen Borussia Dortmund vor Überheblichkeit gewarnt. Der Ehrenpräsident des frischgebackenen Herbstmeisters lobte zudem die BVB-Akteure Marco Reus und Mario Götze über den grünen Klee.

Duell gegen Dortmund „kein Selbstläufer“

„Ich halte ein Unentschieden für sehr wahrscheinlich. Der FC Bayern könnte damit besser leben als Dortmund“ – so lautete die Prognose des 67-Jährigen im Gespräch mit der Bild. Der amtierende Meister aus Westfalen liegt momentan elf Punkte hinter den Münchnern, die sich mit einem 2:0-Sieg gegen den SC Freiburg am vergangenen Spieltag die Herbstmeisterschaft gesichert haben. Das Duell gegen den BVB wird laut Beckenbauer dennoch „keine gemähte Wiese, kein Selbstläufer.“

Furcht vor Reus und Götze

Die Meisterschaftsfrage sei zudem auch im Falle eines vollen Erfolgs für den deutschen Rekordmeister noch lange nicht geklärt. „Schmarrn! Wir sind gut beraten, nicht mit unserer Überlegenheit in der Tabelle zu prahlen“, so Beckenbauer, der zwei Akteuren der Borussia besonderen Respekt erwies: „Die Dortmunder halte ich für noch besser als in der vergangenen Saison. Sie haben mit Marco Reus und Mario Götze das stärkste Fußball-Paar der Welt.“

Und weiter: „Bei Barcelona bilden Messi, Xavi und Iniesta ein Dreieck. Aber als klassisches Duo im Mittelfeld sehe ich keine Besseren als den torgefährlichen Reus und den Strategen Götze zusammen.“ Wettbewerbsübergreifend hält der im vergangenen Sommer zum BVB transferierte Reus mittlerweile bei neun Toren und vier Assists, Teamkollege Götze erzielte bislang sechs Treffer und bereitete weitere fünf vor. „Wie sie Ajax Amsterdam mit 4:1 in der Champions League zerlegt haben, hat mir imponiert. Ich hoffe, dass es ihnen in München nicht gelingt“, zog Beckenbauer den Hut vor dem Duo. Bei den Bayern gäbe es aber auf einen Spieler ebenso besonderen Verlass: „Wir haben ja auch einen Ribéry, der den Unterschied zu anderen Teams ausmacht.“

Kritik an Klopp „sehr überzogen“

Beckenbauer setzte sich zudem für Dortmund-Trainer Jürgen Klopp ein, der vergangene Woche von Lutz Michael Fröhlich, dem Leiter der Abteilung Schiedsrichter beim DFB, für sein Verhalten an der Seitenlinie scharf kritisiert wurde. „Ihn für Gewalt in der Kreisliga verantwortlich zu machen, war sehr überzogen“, so Beckenbauer, der hinzufügte: „Manchmal könnte sich Jürgen Klopp als ‚fortgeschrittener Jugendlicher‘ etwas mäßigen. Und wenn nicht? Dann hilft er Menschen in Not. Die Beckenbauer-Stiftung bekommt von seinen DFB-Strafen auch einen Anteil...“

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