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Vor allem das unglaublich schnelle Spiel der Klopp-Elf war zuletzt ausschlaggebend für die Erfolge des BVB gegen den FCB. Die Bayern sind damit nicht klar gekommen. Unsere Analyse.

München. Bayern gegen Dortmund, das ist ein Gigantengipfel und der erste Schritt in Richtung Meisterschaft. Zuletzt siegte der BVB fünfmal in Folge in Bundesliga und DFB-Pokal. Gelingt es Jürgen Klopp erneut die richtige Taktik zu finden oder behält dieses Mal Jupp Heynckes die Oberhand?

Immense Laufleistung des BVB ausschlaggebend

In den vergangenen zwei Jahren gab es immer nur einen Sieger im Duell Bayern gegen Dortmund. Stets behielten die Klopp-Männer die Oberhand, weil sie in einem Tempo umschalteten, wie es die Bayern nicht gewohnt waren. Früh eröffneten sie das Gegenpressing, arbeiteten zügig nach vorn und boten vor allem eine immense Laufleistung, bei der die Heynckes-Elf nicht mithalten konnte.

Zudem waren die Bayern über die Flügel sehr leicht ausrechenbar. Meist ging es über Robben, der von der rechten Seite kam, leicht in das Zentrum zog und dann versuchte einen Torerfolg zu erzielen. Auch die Arbeit von Ribery war vorhersehbar, so dass Schmelzer, Großkreutz und Co. immer wussten, wo und wen sie decken mussten, um das Tempo aus dem Spiel der Bayern zu nehmen.

Pokalfinale letztes großes Duell

Das letzte große Duell war das Pokalfinale in Berlin. Es endete spektakulär 5:2 für den Meister und damit auch Doublesieger. Hier kam Dortmund zu einem frühen Torerfolg, spielte danach wohl deswegen weniger geordnet als in den Spielen zuvor. Sie ließen mehr Chancen zu, auf den Außen- und den Halbpositionen deckten sie weniger effektiv die Außenspieler und die Bayern rückten auf. Das Gegenpressing war bei den Dortmundern ebenfalls schwächer und weniger ausgeprägt als in früheren Duellen. Die Bayern kamen so zu sehr guten Gelegenheiten, doch konnten sie nicht nutzen. Abermals waren sie jedoch dem Hochgeschwindigkeitsfußball der Klopp-Elf unterlegen. Was in den letzten Duellen so klar erschien ist es am Samstag keineswegs. 


„Die Abwehr hat mit Dante einen wendigen Spieler, der bereits früh ins Gegenpressing geht. Das könnte für Lewandwoski sehr schwierig werden.“ – Maximilian Bensinger – Bayern-Korrespondent Goal.com

Bayern überragend im Zentrum

Seit dieser Saison spielen die Bayern nicht mehr stur über ihre Außenbahnen, sondern ebenso überragend im Zentrum, was sie sich in den Partien gegen Dortmund nicht trauten, obwohl sie durch die Dortmunder Deckung auf den Außen im Zentrum mehr Räume hatten. Ribery wechselt ständig die Seiten und Robben ist in dieser Saison erneut vom Verletzungspech geplagt, sodass er nicht spielen wird.

Zudem ist die Abwehr um Dante in einer ausgesprochen guten Form, was zuletzt sein erstes Tor für seinen neuen Arbeitgeber unterstrich und auch unser Korrespondent bei Bayern München sehen konnte: „Die Abwehr hat mit Dante einen wendigen Spieler, der bereits früh ins Gegenpressing geht. Das könnte für Lewandwoski sehr schwierig werden.“ Der Rekordmeister spielt variabel, ebenso schnell und steht defensiv sicher und kompakt. Am Wochenende können sie ihren Herbstmeistertitel mit einem Erfolg im direkten Duell gegen den amtieren deutschen Meister krönen. Vielleicht eine Vorentscheidung im Kampf um den Titel.

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