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Vor dem Spitzenspiel greifen die Trainer nochmals in die Trickkiste und versuchen durch sprachliche Mittel noch etwas Salz in die Suppe zu bringen. Nur die Einstellung zählt.

München/Dortmund. Eigentlich, so möchte man meinen, muss vor solch einem Match kein Spieler sonderlich motiviert werden. Am Samstag gastiert in der Bundesliga Borussia Dortmund beim FC Bayern München. Der Gipfel wird - so hat die Marketingabteilung der Münchner recherchiert - in 203 Länder übertragen. Interessanter war die Bundesliga noch nie.

Meisterschaft nochmal spannend machen

Es ist wohl eine der letzten Möglichkeiten für die Borussen, noch einmal in das Titelrennen einzugreifen - schließlich liegen die Bayern schon elf Punkte vor ihnen und scheinen derzeit in ihrem Lauf nicht zu stoppen.

Nun hat die Partie einen besonderen Reiz: Der deutsche Fußball-Rekordmeister aus München hat in der Bundesliga zuletzt viermal in Folge gegen Doublegewinner Borussia Dortmund verloren. Also tun die Verantwortlichen an der Isar alles, um übergroße Vorfreude zu dämpfen.

Auch Bayern-Coach Jupp Heynckes tritt als Mahner auf. Nach dem vorzeitigen Gewinn des Herbstmeister-Titels erklärte er: „Am Ende der Saison kann man vielleicht sagen, dass war klasse, das war toll - aber dieser Titel bedeutet mir nicht so viel. Fakt ist: Wir spielen eine gute bis sehr gute Saison und haben eine große Distanz auf die Verfolger.“

„Bayern spielen ihre eigene Saison“

Mehr gibt es nach Auffassung von Heynckes nicht zu sagen. Genüsslich lässt er seine Spieler rotieren, mit gutem Gewissen sortiert er Leistungsträger wie Arjen Robben aus, damit sie ihre Wehwehchen wirklich auskurieren können. Heynckes, das weiß er selbst, ist momentan um seinen Job zu beneiden.

Sein Kollege Jürgen Klopp sieht das auch so: „Bayern ist Favorit, sie spielen ihre eigene Saison. Das ist eine absolute europäische Spitzenmannschaft.“ Kurze Pause, Klopp fährt sich durchs wirre Haar. Dann fügt er hinzu: „Bayern ist der schwerste Gegner, den man in der Bundesliga haben kann.“

Veränderte Einstellung macht den Unterschied

Warum die Münchner in dieser Saison so sehr auftrumpfen, wird Klopp gefragt. Das könne er auf einen Nenner bringen, meint er. „In den letzten Spielzeiten haben sie ein wenig die Gier und die Galligkeit vermissen lassen. Das ist zurzeit überhaupt nicht der Fall. Im Spielerkader ist jeder Wechsel möglich. Sie halten sich locker in allen drei Wettbewerben, in der Bundesliga, im Pokal und in der Champions League. Wir aber müssen ans Eingemachte. Das ist der Unterschied.“

Ob er sich denn dann überhaupt so richtig auf das Spiel in der Allianz Arena freue? „Klar. Logisch. Egal, welche Tabellenkonstellation, das ist immer ein Highlight“, betont der BVB-Trainer. „Bayern ist klarer Favorit“, fügt er hinzu und grinst: „Eigentlich haben wir keine Chance. Aber wir haben uns überlegt, wir fahren trotzdem mal hin. Und ich kann Ihnen sagen: Wir freuen uns sehr.“

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