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Auf Heimatbesuch in Berlin äußerte sich Arne Friedrich in einem Interview zu seinem Leben in den USA, Jogi Löw, Lucien Favre und Hertha. Zudem enthüllte er etwas Persönliches.

Berlin. Auf Heimatbesuch in Berlin hat Arne Friedrich seine Begeisterung für die USA kundgetan. Bild sagte er, er habe in Amerika sein Glück gefunden: „Die Leute sind so nett und gelassen. Nicht wie in Deutschland, wo die Menschen oft unfreundlich und gerade im Straßenverkehr aggressiv sind“. Dennoch erklärte der ehemalige Hertha-Kapitän, er werde nach Vertragsende 2013 nach Deutschland zurückkehren: „Berlin ist und bleibt meine Heimat“.

Kuriositäten in den USA

Während seiner Zeit in der MLS kam es für Friedrich durchaus zu kuriosen Situationen. So war ihm nicht bewusst, dass in den USA Journalisten direkt in die Kabine kommen, auch wenn die Spieler fast nackt sind. Unglaublich für ihn auch die Verbreitung von Schusswaffen in Amerika: „Ich habe mal die Eltern meines Teamkollegen Daniel Paladini in LA besucht. Da hat mir sein Vater seinen Waffenschrank mit 25 Knarren gezeigt!“

Lob für MLS, Hertha und Favre

Das fußballerische Niveau der MLS findet Friedrich besser als erwartet: „LA Galaxy würde in der Bundesliga nicht absteigen.“ Im Gegenzug aufsteigen sieht er seinen alten Verein Hertha BSC. Für ihn hat der Verein „einen guten Trainer und den besten Kader“ der zweiten Liga. Lobend äußerte Arne Friedrich sich auch über seinen alten Coach Lucien Favre. „Er war mein bester Trainer, ist fachlich ganz klar die Nummer eins“.

Enttäuschendes Ende seiner Nationalmannschaftskarriere

Etwas enttäuscht ist Friedrich über seinen Abschied aus der Nationalelf: „Ich hatte vor einem Jahr ein Gespräch mit Jogi Löw, bei dem ich ihn fragte, ob ich meinen Rücktritt erklären soll. Er bat mich darum, es erstmal zu lassen, weil er nicht wusste welche Optionen er für die EM hatte. Seitdem haben wir nicht mehr miteinander gesprochen. Im Endeffekt hätte ich mir den Abschied anders gewünscht.“

"Ich ging einmal drei, vier Monate zum Psychologen"

Am Ende des Interviews enthüllte Friedrich noch etwas Persönliches. Die Frage, ob er jemals mit Depressionen oder Burnout zu tun hatte, verneinte er zwar, schloss aber an: „Ich hatte 2008 mal eine Phase, in der ich drei, vier Monate zum Psychologen gegangen bin. Ich war irgendwie nicht ausgefüllt, irgendwas fehlte. Ich kaufte mir dann ein Klavier, lernte Italienisch um den Horizont zu erweitern. Das hat mir geholfen.“

EURE MEINUNG: Hätte Arne Friedrich ein besseres Ende in der Nationalelf verdient gehabt?
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