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Der Sportdirektor der Autostädter sah zwar am Mittwoch eine Niederlage seiner Mannschaft, konnte aber auch etwas Positives aus Gladbach mitnehmen.

Mönchengladbach. Nach zehn Punkten aus fünf Spielen muss der VfL Wolfsburg auch nach dem Abgang von Felix Magath den Blick auf die unterste Tabellenregion richten. Die Niederlage bei Borussia Mönchengladbach täuschte über eine eigentlich gute Auswärtsleistung des Teams hinweg. Auch wenn der VfL die zweite Pleite unter Lorenz-Günther Köstner hinnehmen müsste, zeigt die Formkurve weiter nach oben. Das befand auch der neue Sportdirektor Klaus Allofs.

Gegentor komplett unnötig

Das Spiel hätte anders laufen können, hätte Juan Arango nicht wieder einmal seinem Ruf als Zaubertechniker alle Ehre gemacht. „Natürlich ist das ein Wahnsinnstor von Arango“, sagte Allofs nach dem Spiel. „Aber diesen Ball kann man trotzdem verteidigen. Klar, dass das nicht einfach ist. Vor dem zweiten Gegentor ist es genauso, das müssen wir besser machen. Und dann müssen wir natürlich im Spiel nach vorne zwingender werden.“

Durch das frühe Tor konnte sich Gladbach etwas zurückziehen und Wolfsburg kommen lassen. Beinahe hätte sich das auch gerecht, denn insbesondere Diego konnte ein ums andere Mal in der ersten Hälfte mit Tempo Gefahr erzwingen. Dennoch war das Gegentor Gift für die Wölfe: „Das war vom Spielverlauf her sicherlich auch frustrierend für die Spieler, denn sie haben unheimlich viel Aufwand betrieben“, so Allofs, der trotzdem viel Positives aus dem Spiel mitnehmen konnte: „Wir haben zwar keine Punkte geholt, aber das muss uns Mut geben. Wir wissen, dass wir so auftreten können und dass wir so ballsicher sind. Natürlich müssen wir viele Dinge noch verbessern, das ist klar. Ansonsten war das ein Auftritt, der sicherlich nicht schlecht war.“

Sonderlob für Träsch

Während es in der Trainersuche weiterhin nichts Neues zu vermelden gibt („Wir beobachten welche Lösungen für die Zukunft am sinnvollsten erscheinen“), durfte sich Christian Träsch erst zum zweiten Mal über einen Einsatz in der Startelf freuen. „Ich fand, dass er das gut gemacht hat“, befand Allofs. „Er hat uns hinten Sicherheit gegeben und natürlich brauchen wir Spieler wie Christian“.

Dabei hat er bei den Wolfsburger Fans nicht viel Kredit. Zum Unverständnis von Allofs: „Gerade in Heimspielen war es nicht einfach für ihn. Da muss ich auch an die Fans appellieren, das können wir uns nicht erlauben. Das wir Spieler auf so eine Art und Weise da verunsichern. Wir brauchen jeden Spieler, wir brauchen Christian. Und ich hoffe, dass er dann vielleicht am Sonntag oder im nächsten Spiel die dementsprechende Unterstützung bekommt.“

Europapokal kein Thema mehr

Weiterhin gibt es viel zu verbessern bei den Wölfen, die sich jedoch gefangen haben. Jedoch bleibt die Tabellensituation prekär. Von den anfänglichen Saisonzielen, sich an den Europapokalplätzen zu orientieren, müsse aber abgewichen werden. „Europapokalträume gibt es bei mir nicht und ich weiß auch nicht bei wem das so ist. Wir haben jetzt die Aufgabe Punkte zu holen“, so Allofs. „Wir müssen nicht über irgendwelche Ziele oder Wettbewerbe reden, für die wir uns qualifizieren könnten. Heute hatten wir ein Spiel, wo wir ordentlich bis gut gespielt, aber keinen Punkt geholt haben. Das kann man sich auch nicht beliebig oft erlauben. Beim nächsten Mal sollten wir schon sehen, dass wir ein paar Dinge noch verbessern.“

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