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Seit Donnerstagmittag kann man auf der Homepage der Bundesliga das überarbeitete Sicherheitskonzept einsehen. Dennoch üben die Fans weiterhin Kritik.

Frankfurt/Main. Die DFL hat am Donnerstagmittag das überarbeitete Sicherheitskonzept auf die eigene Homepage gestellt und damit auf die anhaltenden Fan-Kritiken reagiert. Die Fan-Vertreter sind dennoch nicht zufrieden und kritisieren vor allem die Ganzkörperkontrollen.

Fans: „Kein Entgegenkommen“

37 Seiten des Sicherheitskonzepts präsentiert die Deutsche Fußball Liga nun auf ihrer Startseite. Gefüllt sind diese mit allen 16 Anträgen, die der Vorstand des Ligaverbandes einstimmig zur Vorlage an die Klubs beschlossen hatte und bereits Mitte November an die Vereine schickte. Diese Maßnahme solle die Transparenz fördern und „zu einer weiteren Versachlichung der Diskussion beitragen“, heißt es von Seiten der DFL.

Ben Praße von der Organisation „Unsere Kurve“ zeigte sich jedoch gegenüber sid nicht zufrieden damit: „Das sehen wir nicht als Entgegenkommen, sondern als Selbstverständlichkeit.“ Des Weiteren seien viele Punkte „immer noch viel zu schwammig formuliert.“

Der Fan-Vertreter hofft nun auf den 12. Dezember, an dem es zu einer Mitgliederversammlung aller 36 Profiklubs in Frankfurt am Main kommt: „Deswegen hoffen wir, dass die Vereine bei der Versammlung alle fanrelevanten Anträge ablehnen. Es bedarf mehr Zeit, um der Komplexität des Themas gerecht zu werden.“

Höchst umstritten

Bereits die erste schriftliche Ausarbeitung eines Konzepts stieß auf vehemente Fan-Proteste. So wurde das Dokument von zahlreichen Profiklubs abgelehnt. Vor allem die in München bereits angewendeten Ganzkörperkontrollen erzürnen zahlreiche Anhänger. „Ein Fußballverband kann es einem Veranstalter, der in der Haftung steht und diese Kontrollen in absoluten Ausnahmefällen für nötig hält, nicht untersagen“, rechtfertigte Ligaverbands-Vizepräsident Peter Peters bei Spiegel Online solche Maßnahmen. Es sei für die Zukunft allerdings geplant, „dass solche Maßnahmen vorher begründet, bei fehlender Begründung nochmals besprochen werden und der Gastverein zwingend in den Prozess eingebunden wird.“ 

Sowohl in der 1. als auch in der 2. Bundesliga reagierten die Fans aller Mannschaften mit zwölf Minuten und zwölf Sekunden Schweigen, was in den Stadion für eine unheimliche Atmosphäre sorgte. Dies sei auch noch für die nächsten beiden Spieltage geplant, heißt es von Seiten der Fan-Vertreter.

Falls es bei der Mitgliederversammlung am 12. Dezember zu keiner Einigung kommen sollte, droht ihnen die Politik, selbst in das Geschehen einzugreifen und eventuell sogar die Kontrolle komplett zu übernehmen.

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