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Havard Nordtveit und die Borussia: Die Leistungskurve geht mal wieder nach oben

Der Norweger ist aus dem defensiven Mittelfeld der Fohlen nicht mehr wegzudenken. Nach einer Phase von schwächeren Spielen fand er gegen Wolfsburg wieder zu alter Stärke zurück.

Mönchengladbach. Obwohl die Fans im Stadion von Borussia Mönchengladbach wie an allen anderen Spielstätten zwölf Minuten lang schweigen wollten, konnten sie beim Traumtor von Juan Arango in der elften Minute nicht anders. Der Torjubel durchbrach die Stille und eröffnete den Fohlen den Weg zum Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Die Vorlage kam von Havard Nordtveit, der sich in diesem Spiel regelrecht warmschoss. Obwohl er selbst ohne Treffer blieb, kam sein Leistungsschub gerade recht.

Nordtveit kommt dem Tor ganz nahe

Bei einer weiteren Heimniederlage wäre das Umfeld rund um den Borussia-Park wohl ein wenig unruhig geworden, durch den 2:0-Erfolg gegen die Autostädter wurden alle Sorgen und Zweifel jedoch vorerst ad acta gelegt. Ohne Zweifel wird die Direktabnahme von Arango ihren Weg in jeden Jahresrückblick finden. „Das war sehr viel Glück“, sagte Nordtveit nach dem Spiel. „Klar ist das technisch überragend von Juan. Wir haben 2:0 gewonnen und das ist wichtig, nicht wer das Tor macht.“

Der Norweger selbst gab so viele Torschüsse ab wie wohl noch nie zuvor in seiner Karriere. Dennoch reichte es – auch dank Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio – nicht zum Erfolg. „Der nächste ist drin! Es ist normal, im Training schieße ich viel, aber im Spiel kommt es auch immer besser“, so Nordtveit zum neu entdeckten Offensivgeist. „Das ist auch mein Gedanke, mehr Tore zu schießen und zu probieren. Aber ich hoffe das kommt noch.“

Stranzl: Der Erfolg war da

Der Treffer von Arango kam genau zum richtigen Zeitpunkt und versetzte die Borussen in die Ausgangsposition, den Gegner kommen zu lassen. Auch für die Moral ein ganz wichtiges Tor, sagte Abwehrchef und Kapitän Martin Stranzl: „Man hat gesehen, als es in den ersten zwölf Minuten sehr leise war, war es extrem ungewohnt für uns. Da haben wir uns sehr schwer getan. Als das Publikum wieder da war, ist richtig was abgegangen“, so der Österreicher. „Wir haben dann ein superschönes Tor gemacht durch Juan. Wir hatten zwar nicht so viel Ballbesitz, aber da müssen wir auch mal ein bisschen clever agieren. Da wollten wir den Gegner kommen lassen, vielleicht zu viel, aber der Erfolg war da.“

Auch Stranzl lobte den tollen Führungstreffer („Da kann er sich wie so oft für das Tor des Monats bewerben“), während Tony Jantschke eher den Mannschaftserfolg in den Vordergrund stellte: „Wichtig ist, dass wir punkten und dass wir jetzt wieder ein Erfolgserlebnis haben. Wir haben noch ein paar richtig schwere Spiele. Am Samstag kommt das nächste. Wir wollten so viel wie möglich punkten vor der Winterpause und da haben wir jetzt ganz gut angefangen.“

Mit breiterer Brust nach Schalke

Gegen Augsburg gestaltete sich der Spielverlauf anders herum, als Gladbach mehr als 70% Ballbesitz hatte, jedoch offensiv komplett harmlos blieb. „Es kommt immer auf den Gegner an“, begründete der Abwehrspieler. „Wir wissen, dass die Wolfsburger mit Diego sehr spielstark sind. Deshalb haben wir denen ein bisschen die Initiative überlassen – in der ersten Halbzeit zu viel, das haben wir gemerkt. In der zweiten Halbzeit haben wir es aber viel besser gemacht und hatten viele Chancen“. Mit dem Sieg und nunmehr 20 Punkten geht es nun am Wochenende zum Auswärtsspiel auf Schalke. Im Gegensatz zu den Knappen haben die Fohlen den Abwärtstrend jedoch vorerst gestoppt und gehen mit Selbstvertrauen in die Partie.

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