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Der Aufsteiger hat die Negativserie mit dem Unentschieden in Dortmund endgültig beendet. Nach dem Schlusspfiff waren die Beteiligten stolz auf die Leistung der Mannschaft.

Dortmund. Als hätten es die Fortuna-Fans geahnt: In der 75. Minute sangen die Düsseldorfer Anhänger hämisch „Und Ihr wollt Deutscher Meister sein?“ – und das beim Spielstand von 0:1 aus Sicht des Aufsteigers bei Borussia Dortmund. Gegen eine ersatzgeschwächte Fortuna-Mannschaft, die in der Defensive gut stand, tat sich der Titelverteidiger äußerst schwer. Die Düsseldorfer hatten Schlimmeres erwartet als ein 0:1 und bekamen dann als Sahnehäubchen sogar noch drei Minuten später den Ausgleich durch den Kopfball von Stefan Reisinger serviert.

„Ein Pünktchen“

„Ich muss ehrlich sein: Ich habe nicht damit gerechnet, dass am Ende ein Pünktchen dabei herausspringt“, sagte Torschütze Reisinger nach dem Schlusspfiff in der Mixed Zone. Sein Team war enorm viel unterwegs und hielt die Räume in der eigenen Hälfte äußerst klein. „Wir haben sehr gut die Passwege zugestellt, viel zugelaufen“, stellte Adam Bodzek hinterher zufrieden fest und auch Reisinger lobte den „hohen läuferischen Aufwand“.

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Wenig zugelassen

In der ersten Hälfte lief es für die Fortuna, die auf sechs Stammspieler verzichten musste, lange Zeit optimal. „Die Dortmunder waren schon überlegen, davon konnte man auch ausgehen“, sagte Bodzek. Aber aus Sicht des BVB fehlten einfach die Torchancen – bis zur 43. Minute, als Jakub Blaszczykowski nach einer tollen Kombination mit Kevin Großkreutz das 1:0 für die Gastgeber erzielte. „In der ersten Halbzeit kann ich mich nicht daran erinnern, dass sie außer dem Tor große Chancen hatten“, meinte Reisinger hinterher.

Kein Untergang

Für die Düsseldorfer sah es damit zur Pause nicht gut aus. „Als sie 1:0 geführt haben, war doch nur noch die Frage, wie hoch Fortuna untergeht“, sagte Wolf Werner, der Sportliche Leiter der Gäste. Doch seine Mannschaft ging nicht unter und probierte nach dem Seitenwechsel sogar mehr nach vorne. Das wollte Werner auch von neutraler Stelle bestätigt wissen – und regte sich deshalb mächtig über die Berichterstattung im Fernsehen auf, die die harmlose Spielweise der Gäste angeprangert hatte.

Auf der Suche nach Anerkennung

„Wir werden heute bei Sky keine Interviews geben, weil wir eine desolate Berichterstattung von dem Reporter bekommen haben. Eine verunglimpfende, beleidigende“, regte sich Werner auf und hatte zuvor bereits Mittelfeldspieler Andreas Lambertz aus einer Befragung vor laufender Kamera weggezogen. Das 1:1 wurde jedenfalls von den Düsseldorfer Fans ausgiebig gefeiert – und die Fortunen selbst wollten auch für ihren Punktgewinn gewürdigt werden. Und um den Erfolg einzuordnen, fand Torschütze Stefan Reisinger den passenden Satz in Richtung der Dortmunder: „Vor zwei Wochen hauen die hier noch Real Madrid weg“, stellte er zufrieden fest.

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