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Am Donnerstag kommt es zum Topspiel der beiden Bundesliga-Absteiger Hertha und Köln. Der FC fährt mit Rückenwind in die Hauptstadt.

Köln. Nach dem 3:1-Erfolg gegen den VfL Bochum ist beim 1. FC Köln die Leichtigkeit zurückgekehrt. Endlich wurde der längst überfällige zweite Heimsieg eingefahren. „Für die Fans war es zuletzt nicht leicht. Wir haben ihnen den Sieg geschenkt“, zeigte sich Torwart Timo Horn am Freitag erleichtert. „Ich hätte mich mehr über ein zu Null gefreut, zumal es das dritte in Folge gewesen wäre.“

Sieben Punkte aus den vergangenen drei Partien belegen den Kölner Aufwärtstrend. Der FC stabilisiert sich, kassierte im November lediglich ein Gegentor. Anteil an dieser Bilanz hat auch die lang vermisste Beständigkeit auf dem Aufstellungsbogen: Nach dem 2:0-Erfolg bei 1860 München ließ Trainer Holger Stanislawski seine Startelf unverändert. Die Abwehrkette lief sogar dreimal hintereinander mit demselben Personal auf. Die Folge: Die „Geißböcke“ gerieten zwar in der zweiten Hälfte gegen Bochum unter Druck, „doch es wurden kaum hundertprozentige Torchancen weggeben. Das sehe ich sehr positiv“, lobt Stanislawski.

Das Ende der Rotation?

Beim 1. FC Köln scheint sich endlich eine Stammformation herauszukristallisieren, bei der vor allem das gelernte Mittelfeldtalent Jonas Hector auf der ungelernten Linksverteidigerposition aufblüht.

Hat die Rotation ein Ende? Der ehemalige St.-Pauli-Coach reagiert auf der Pressekonferenz genervt auf die Frage, ob er einen Zusammenhang zwischen der Stabilisierung und der unveränderten Anfangself sieht. „Im Training hat sich herausgestellt, dass wir der Mannschaft vertrauen. Das heißt aber nicht gleich, dass gegen Hertha die gleiche Elf aufläuft.“

Köln will sich in Berlin nicht verstecken

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, sang der FC-Anhang am Freitag mit einer Lockerheit, die zeigt, dass der Rückenwind der letzten Ergebnisse das Selbstbewusstsein am Rhein spürbar wachsen ließ. „Hertha gegen Köln ist immer ein Spitzenspiel“, hält Keeper Horn fest. „Anhand der Tabelle ist Hertha aktuell Favorit. Aber wir werden hinfahren und alles aus uns rausholen. Gegen Teams von oben wie Braunschweig und den FCK und haben wir gute Spiele gemacht. Wir müssen uns nicht verstecken.“

Ähnliche Töne schlägt auch Stanislwaski an, der hofft, dass seine Mannschaft es in der Hauptstadt schafft, über die volle Distanz so mutig zu agieren wie in den ersten 45 Minuten gegen den VfL. Die Domstädter rechnen sich Chancen auf einen Punkterfolg an der Spree aus, schließlich schlägt sich der Traditionsverein vor allem gut gegen Mannschaften, die das Spiel machen statt sich stur einzuigeln.

EURE MEINUNG: Welche Elf stellt Stanislawski gegen Hertha auf?

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