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Pfeifkonzert und Strafverfahren für Schalker Ultras

Während des Spiels zwischen Schalke und Eintracht Frankfurt zündeten Ultras Bengalos an. Die eigenen Fans reagierten und pfiffen die Anhänger für ihre Aktion aus.

Gelsenkirchen. Am Samstag wurde die Bundesligapartie zwischen dem FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt (1:1) von abgebrannten Bengalo-Feuern begleitet, die offenbar von einer Gruppe Schalker Ultras gezündet wurden. Schalke Manager Horst Heldt und Kapitän Benedikt Höwedes verurteilten die Aktion aufs Äußerste. Auch die restlichen Schalker Fans stellten sich gegen die Ultras.

Etwa 20 Bengalo-Feuer soll die Gruppierung der Ultras während der Halbzeitpause angezündete haben. Durch die abgebrannten Fackeln geriet ein Werbebanner über einem Tunnel in Brand.  Mit Sprechhören wie „Wir sind Schalker, und ihr nicht. Ihr seid scheiße wie der BVB“,  versuchte sich die Mehrheit der Fans in Gelsenkirchen von den Pyromanen abzugrenzen. Schalke-Manager Horst Heldt freute sich über die Reaktionen des Publikums. „Unsere Fans haben die richtige Antwort gegeben. Das hat man so nicht erlebt, da beginnt ein Selbstreinigungsprozess“, erklärte der 42-Jährige nach dem Spiel.

Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes verurteilte die Benutzung der Bengalos und war ebenfalls um die Sicherheit der restlichen Zuschauer besorgt. „Die gesamte Mannschaft ist erschüttert. Das gehört nicht ins Stadion, gefährdet auch Familien mit ihren Kindern“, sagte der Verteidiger.

Bundesweites Stadionverbot trifft bald in Kraft

Für die Ultras endete das Spiel mit polizeilichen Befragungen und der Aufnahme von Personalien. Insgesamt 60 Anhänger wurden nach dem Spiel von der Polizei abgefangen. „Wir haben von etwa 60 Personen die Personalien festgestellt und werden gegen diese auch Strafverfahren einleiten“, sagte Polizeisprecher Konrad Kordts.

Mehreren Medienberichten zufolge, stammen die Ultras aus der Fangruppe „Hugos“. Beim 1:2 zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke am 20. Oktober sollen sie für die Ausschreitungen verantwortlich gewesen sein. Laut Polizei soll ein damals beschlossenen bundesweites Stadionverbot schon bald in Kraft treten.

EURE MEINUNG: Wie sollte man gegen solche Aktionen vorgehen?

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