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Greuther Fürth: Ratlosigkeit nach siebtem Heimspiel ohne Dreier

Die Spielvereinigung Greuther Fürth konnte auch im siebten Heimspiel im Ronhof keinen Dreier einfahren. Gegen den Erzrivalen, den 1. FC Nürnberg, gab es ein schmuckloses 0:0.

Fürth. Das langersehnte Derby und wieder kein Sieg. Die Spielvereinigung Greuther Fürth konnte auch im direkten Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Nürnberg keinen Boden gut machen. Das Spiel lebte lange von seiner Spannung und seiner Härte, fußballerische Qualität war selten bis gar nicht zu sehen. Die Fürther fassten sich nach dem Spiel an die eigene Nase, konnten es aber nicht lassen, auch den Schiedsrichter zu thematisieren.

„Für viele sind wir schon abgestiegen“

Wenn die Fürther Mannschaft ab und an als profil- und namenlos bezeichnet wird, gilt es, eine Persönlichkeit ganz klar auszuklammern: Gerald Asamoah. Dieser fand auch nach dem Derby wieder klare Worte. „Wir machen vorne die Dinger nicht, machen dazu einfache Fehler. Du musst in so einem Spiel einfach mal eiskalt sein und die Partie gewinnen. Die meisten haben uns schon abgeschrieben, wir sind abgestiegen. Genau daran müssen wir uns hochziehen, das muss uns stark machen. Es heißt immer: Die Fürther spielen gut, aber holen keine Punkte“, sagte Asamoah im Gespräch mit Goal.com.

Dabei hatte Asamoah dieses Mal entscheidend dazu beigetragen. Nach einem Fehlpass von Javier Pinola lief der Stürmer allein auf Keeper Schäfer zu - und vertändelte. „Wir haben uns mal wieder selbst geschlagen. Der erste Gedanke ist immer der richtige. Man kann im Nachhinein sehr viel reden - ich habe das Ding nicht reingemacht“, sagte Asamoah. Um im gleichen Atemzug selbstkritisch zu ergänzen: „Mache ich ihn rein, bin ich der Held. Und so habe ich versagt.“

Acht Punkte aus 13 Spielen, bereits fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. Greuther Fürth befindet sich in schwierigen Fahrwassern. Auf die Frage, ob die Spielvereinigung einen neuen Stürmer brauche, sagte der ehemalige Nationalspieler: „Wenn ein neuer Stürmer mehr Punkte garantiert, dann gerne. Sie können so viel reden. Wir kriegen zu viele Tore, erzielen zu wenige, haben kein Mittelfeld, und so weiter. Wenn es einen Spieler gibt, der uns sofort hilft, nehmen wir ihn sofort.“

Druckvoll und konsequent

Weiterhin beträgt der Rückstand auf den 1. FC Nürnberg fünf Punkte. Aus eigener Kraft und so einfach wie gestern wird man nicht wieder Punkte auf den FCN gut machen können. „Wir haben versucht, druckvoll nach vorne zu spielen, ohne dem Club zu viele Räume zu geben. Standards haben wir konzentriert verteidigt. Vorne hatten wir die ein oder andere Möglichkeit, leider nicht mit der letzten Konsequenz umgesetzt“, erklärte Trainer Büskens seinen Spielplan.

Auch der Platzverweis spielte Büskens eigentlich in die Karten. Zunächst. „Ich habe dann mit Edu einen weiteren Offensiven ins Spiel gebracht, quasi als zweite Spitze. Doch der Platzverweis hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Um anschließend zu bilanzieren: „Insgesamt haben wir verdient einen Punkt gewonnen. Es war ein sehr emotionales Derby.“



Der eine Punkt hilft nicht weiter

Auch Fürths Kapitän Mergim Mavraj äußerte sich nach der Partie. „Es war ein offener Schlagabtausch, aber wir haben unter dem Strich zu wenig mitgenommen. Der Schiedsrichter hat wenig Spielfluss aufkommen lassen.“ Fast alle zwei Minuten ein Foulspiel, das Franken-Derby wurde zum rassigen Abnutzungskampf. Bernd Nehrig fasste es gegenüber Goal.com folgendermaßen zusammen: „Wir machen das Spiel von Anfang an, haben Aktionen nach vorne. Könnten das Spiel in Ruhe durchspielen. Natürlich machen wir die Bude mal wieder nicht. Wir kriegen gelb-rot, obwohl wir wussten, dass der Schiri in der nächsten Situation vielleicht gegen uns entscheiden würde.“ Ergänzend sagte er: „Aus dem Spiel heraus haben wir keine einzige Torchance zugelassen, standen defensiv sehr gut. Der Punkt hilft uns nicht weiter, aber wir werden nicht aufstecken.“

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